Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
270
Einzelbild herunterladen
 

270

Wechsel der LoirsrckuUc, annua, haben offenbar in jenen jeyklischeit Vewegungen ihren Grund; anch einiger Einfluß !auf die Periodicität nnd die Umlaufszcit der Epidemien ist >nicht zu verkennen. Aber Sonnen- und Mondfinsternisse, IComeren, verschiedene Conjunctiouen der Planeten rc. können !als bedingende Momente für die Entstehung und Verbreitung !neuer Krankheiten nicht angesehen werden. Die meisten und >die größten Epidemien fallen mit den Erscheinungen von Ce- !nieten nicht zusammen, waS auö der Geschichte der Seuchenoffenbar wird. Jene welthistorischen Krankheiten setzen, derHerrschaft astralischer Einflüsse frei, init furchtbarer Nuhe undUngestörtheit ihre Verheerung und Wanderung fort. Wasdie Beschaffenheit der Atmosphäre, die Electricitat, Schwereder Lust, die Temperatur, Winde u. s. w. betrifft, so hatHumboldt sehr richtig bemerkt, daß gerade eine große Gleich,Mäßigkeit und Nuhe der meteorologischen Prozesse, eine großeRegelmäßigkeit der Witterung am günstigsten ist, für die Ent-stehung und Ausbreitung jener großen Epidemien. Bei dengruppenweise vorkommcndcN Iahrcskrankheiteil findet das um-gekehrte Verhältnis; statt; Wechsel der Temperatur, Sprünge i»tLuftdruck, in der Trockenheit n. s. w. bringen dieselben aufeinmal zum Vorschein. Die chemische Constitution der Lustist überall und immer eine und dieselbe. Auf den höchstenBergen, auf Ebenen, auf dem Meere findet sich dasselbeVerhältnis; der Bestandtheile, wie wir dieß im ersten Bandeerwähnt haben. Unter den verschiedensten Himmelsstrichen,bei allen Jahres- und Tageszeiten fanden Humboldt, Gay-Lussae, Davy, Caveudish, Berthollet und andere dieselbe Be-schaffenheit der AthmöSphärc mit höchst unbedeutenden Ver-schiedenheiten. Die von Mönfaleon zusammengestellten Ana-lysen von der Luft über verschiedenen Sümpfen, an denenhäufig Krankheiten entstehen, beweisen, daß häufig gar keim!verschiedenen Bestandtheile gefunden wurden. Die gefährli-chen Gasarten, kohlensaures, geschwefeltes und gekohltesMafferstoffgas find im Allgemeinen in so geringer Mengtgefunden worden, daß sie keinen Einfluß auf die thierischeÜeconomie äußern können. Auch beweisen namentlich Hum-