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ßen Ostindien kommt die Phthise der Lungen äußerst seltenvor; dagegen verläuft sie, wenn sie sich bildet, um so rascher;Europäer, die mit ansgebildeter Phthise in die Wendekreisekommen, werden noch rascher dem Tode zugeführt, währendMN bei bloßer Lnngcnsncht keinen vortheilhaftcren Aufent-^ halt, als die gemäßigten Vergeuder Ostindiens und Ame-! riegs empfehlen kann,
Zn den zwischen Pol und Gleicher gelegenen Ländernkommen nicht selten die Krankheiten der warmen und kaltenClimate zusammen. Ein ausgezeichnetes Beispiel geben dieMittelmeerküsten ab, die zwischen dem heißen Africa und demkühlen Europa in der Mitte liegen, und die Natur beiderauf eine höchst merkwürdige Weise vereinigen. Die Lungen-schwindsucht (INtIlichs Meälreiu-.-rnea) ist allenthalben am Mit-telmeere sehr häufig und verläuft sehr rasch, weshalb es einegroße Thorheit ist, brustkranke Menschen dahin zu schicken;sic erreicht aber auch in Nordafrica ihre südlichste Grenze.Tropische Krankheiten wurden hier eingeschleppt und fanden,wie tropische Pflanzen, einen günstigen Boden, auf den siesich festsetzten, So sind mit den Palmen, Alvcn und Cae-! si>s an der Südküste von Europa gelbes Fieber und Aus-satz eingcwandert, r>ud die orientalische Pest verheert fort-! während den Nordrand von Africa und den Südosten vonEuropa. Wie bei Thieren und Pflanzen, in der Flora undFauna der Länder, kann man auch ursprünglich einheimische
> und eingcwanderte Krankheiten unterscheiden,
Die welthistorischen Krankheiten r;nd ihreGesetze.
> Eine geschichtliche Betrachtung der Krankheiten überzeugt^ ;»!s, daß sich völlig neue Krankheiten bilden können, welche,
! früher ganz unbekannt, sich bald auf einem großen Theil der! Erde verbreiten, oft mit unaufhaltsamer Wuth und Geschwin-^ higkeit, Nachdem sie Zahrc und Jahrhunderte geherrfchr,
nachdem sie, bald in diesem, bqld in jenem Organe vorzugs-! weise wnrzelnd, unter mancherlei Gestalten aufgetreten sind,
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