spezifischen Natur mittheilon kann. In einem viel nahrerc»Verhältnis steht diese jedoch zu den Krankheiten, welche derjährlichen Eptwickelung folgen; fic herrscht über dieselbe»,und ohne ihre Einwilligung vermögen sich diese Krankheitennicht zu entwickeln, wie dicß z. B. neuerlich mit den Wech-selfiebern recht augenscheinlich der Fall war, welche im erste»Dceennium dieses Jahrhunderts allenthalben sehr häufig epi-demisch in Deutschland waren, seitdem aber, mit der Ausbil-dung der entzündlichen Constitution, immer seltener wurden,ja ganz verschwanden, bis sie 1825 plötzlich wieder anfiugen,alle Frühjahre und Herbste epidemisch zu erscheinen,
Character der Krankheiten nach den Räumen.
Wie mau die Erde in gewiße Thier- und Pflanzen-Zonenabtheilen kann, so kann man auch eigene Krankheitszonenannchmcn, So ist die Flora oder Fauna des tropischen Ost-indiens völlig verschieden von der des gemäßigten Europa;auch die Krankheiten beider sind verschieden. Es gibt gewiß«Thiere und Pflanzen, wie die großen Pachydcrmcn, Stephan-ien, Nhinozeroße re., und die Palmen rc., welche nur in rei-chen, warmen Landern fortkommen und umgekehrt vertragenunsere Eichen und europäischen Nadelhölzer, wie die Nenn-shiere und Eisbaren nur ein kühles oder kaltes Clima,
Eine ganze Krankheitsgruppe gehört dem nördlichen Eu-ropa, Asien und America an und diese Lander stellen eineKrankheitszone dar; die hier fast ausschließlich verkommendenKrankheiten sind: Influenza, Nadcsyge, Weichselzopf, anste-ckender TyphuS, Schwcißficber, Keuchhusten rc. AndereKrankheiten lieben mehr ein tropisches Clima und vermögennur in heißen Ländern zu gedeihen, dieß sind: ägyptischer Aus-satz, gelbes Fieber, UawS, Pians u. a. m.
Andere Krankheiten kommen zwar südlich und nördlichvor, sind aber entweder unter den Polen, oder am Aequatoram häufigsten. So stirbt bei uns vielleicht der größte Theilder Menschen an der Lungenschwindsucht, während man vondiesem furchtbaren Nebel im tropischen Wcstindien, auf der !Hochebene von Mexico und Quito fast nichts weiß. Im hei- ^