Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
251
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empirischer Forschung und Combination erlangten Thatsa-chen hervor; was daselbst gefunden wurde, besitzt denjeni-gen Grad von Gewißheit, dessen überhaupt jede auf Erfah-rung begründete Wissenschaft fähig ist; was in den folgendenZeiten ausgesprochen wird, macht, wir wiederholen es, nichtauf unumstößliche Gewißheit Anspruch, und es sollen nurmehr Andeutungen von Spuren sein, welche zu verfolgen^ nicht ohne Nutzen für eine einstige Lösung des großen Nath-sels sein dürfte, wenn dieselbe anders zeitlicher Wissenschaftmöglich ist.

^ Die meisten gläubigen Naturforscher, welche die Entste-hung des ganzen Menschengeschlechts von einem Stammpaareaimahmen, versuchten die Art und Weise, wie die jetzige Spal-^ tuug und Degeneration hervorgebracht wurde, zu erklären,i Fast alle Meinungen gehen dahin, daß das Clima, dessen ab-> ändernde Einssüsse wir in früheren Abschnitten nachgewiesen! haben, von größtem Einflüsse dabei gewesen sei; ein zweitesHauptmoment der Entartung sind nach der Ansicht der Na-turforscher die erblichen Mißbildungen oder Vildungsabwei-chungen gewesen.> Prichard, der alles ältere über diese Ge-genstände gesammelt und die Untersuchungen anderer Natur-forscher mit neuen zusammengestellt hat und den wir so oftanzuführen Gelegenheit hatten, schließt sich diesen eben ausge-sprochenen Ansichten an.

»Die Verschiedenheit des physischen Charakters,« sagt dergelehrte Engländer, »ist der Meinung nicht entgegen, daß alleMenschen von einem Paare entsprangen. Die Bildung von^ ^ ganzen Nationen oder von isolirten Stammen, durch beson-' Lere eigenthümliche Züge ausgezeichnet und doch als verwandtN angenommen, ist, ich gestehe es, etwas schwierig zu erklären,-jj Zndeß ist diese Schwierigkeit nicht'unüberwindlich. Zuweilenl scheint ein Stamm gebildet worden zu sein, indem er voni seinem ursprünglichen Character abwich und so von einem! andern Zweig derselben Nace unterschieden wurde, so wie diegothischen Nationen von den persischen und diese wieder von denHindus, oder wie ei» Stamm von der tschudischen und finni-schen Naee unterschieden wurden. Diese Verschiedenheiten