ändernngen, besonders bei den vor der Hitze geschützten, inden Häusern arbeitenden. Sie haben in der dritten Gene-ration nur wenige Ueberbleibscl von der zusammengcdrücktenNase; Mnnd und Lippen sind mäßig stark, ihre Augen leb-haft und funkelnd und oft ist ihre Gesichtsbildnng außeror-dentlich angenehm. Ihr Haar wachst merklich langer in je-der Generation; es wird Z, 4, selbst 6 und 8 Zoll lang.Weniger, aber doch auch, bemerkt man Veränderungen bei denauf dem Felde und in den Pflanzungen arbeitenden Sklaven.Prichard erhielt Bestätigung dieser Aussagen von mehrerenSeiten über die Neger, sowohl in Nordamerica als im indi-schen Archipel.
6) Uebcr die Bestimmung derArt in der NatUrge-schichte und d i c f r u ch tb a r c V e r m i s ch u ng
Nach Blumenbach gehören zu einer und derselben Artdiejenigen lebendigen Wesen, welche in Gestalt und Bau soÜbereinkommen, daß die allenfallsigen Unterschiede nur durchAbartung entsprungen seien.
Jetzt ist man ziemlich allgemein übereingekommen, dieje-nigen Thiere als zu einer Art gehörig zu betrachten, welchesich wechselseitig, im freien Zustande begatten und einefruchtbare Nachkommenschaft erzeugen. Man weiß, daß nichtalle Tbicre, welche im Stande sind, sich zu begatten und einefruchtbare Nachkommenschaft zu erzeugen, deswegen zu einerund derselben Art zu rechnen sind. So sind Wolf und Hundhöchst wahrscheinlich verschieden, da sie eine verschiedene Tra-gezeit haben und nach GüldcnstädtS Untersuchungen auch eineVerschiedenheit im Bane des Blinddarms zeigen, und doch istdie Nachkommenschaft fruchtbar, eben so, wie die aus derVermischung von Ziege und Schaf entsprungene; das bac-trianische Cameel und Las arabische, oder Dromedar zeugengleichfalls fruchtbare Nachkommen, eben so der indiftbe Bi-son mit dem europäischen Ochsen. Mit Recht sagt aber Pri-chard, daß im natürlichen Zustande wohl immer ein natürli-ches Widerstreben sich zu begatten, zwischen zwei verschiede-nen Arten statt findet, und daß in den meisten Fallen dieBegattung zwischen zwei verschiedenen Arten unfruchtbar ist.