Untersuchungen über die Entstehung der Va-rietäten- in der physischen Bildung.
Um tiefer iu das Wesen der Abweichungen vom Urbildeinzudringen, in welche das Menschengeschlecht auseinander ^gegangen ist, bedarf es einer sorgfältigen Untersuchung aller ^Momente, welche auf die Emwickelungsgeschichte des Men, !scheu einen Einstuß ausübcn.
Es gibt eine doppelte Reihe solcher Momente, äußere undinnere. Die letzteren sind so tief in die Geschichte des erstenScin's und Werdens deö menschlichen Organismus verwebt,stehen in so enger Verbindung mit dem Geheimniß der Zeu,gung und Entwickelung, daß wir nur weniges, waö in dieleibliche Erscheinung fällt, anömitteln können. Die andereReihe von Momenten rührt von den Eindrücken der Außen, !Welt her, in welche der Mensch geworfen ist; und gleichwie !die bildsame, kindliche Seele erst durch den Strom der sie !umgebenden geistigen Welt, durch Störungen und Kampfs laller Art, einen festen und beharrlichen Character gewinnt, >der erst später bestimmte Züge und Umrisse, die ihm nur eigen, !thümlich und vor andern an-Zzeichnend geworden, barstcllt, soist auch der Leib, im Conflict mit verschieden und feindlichauf ihn einwirkenden Potenzen, vielfachen Eindrücken unter,worfen, welche sichtliche Veränderungen in ihm hervorufcn,die bald mehr, bald weniger merklich und beharrlich, spaterselbst so innig mit ihm verwachsen können, daß sie sich vonGeschlecht auf Geschlecht fortzuerben vermögen.
Denselben Gesetzen, wie der Mensch, sind in diesem Be,zuge auch die Thicre unterworfen; sie haben noch eine gexin,gere Schutzwehr gegen die feindlichen Einwirkungen der Aus,senwelt, als jener. Wenn wir daher in der Naturgeschichtedes Menschen auf Verhältnisse eingehen, welche diesem, seinerleiblichen Natur nach, mit der Welt der Thiere gemein sind,so werden wir mit Vortheik eine Vergleichung derselben vor,nehmen. Viele Geheimnisse in der Lehre vom Baue undLeben des menschlichen Leibes hat uns schon die vergleichendeAnatomie, welche das Innere der thicrischcn Formen bctrach-