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wir als Normen bei den verschiedenen Völkern angenommenhaben, werden übrigens nicht nur unter uns angetroffen, son-dern es kommen noch stärkere Verschiedenheiten vor. DieGröße variirt nnter uns Deutschen gewöhnlich von 4'/- bis6 Fuß; aber es gibt bei uns Niesen größer als Patagonierund Zwergen kleiner als Quimos; häufig sind die Angabenvon 7 Fuß großen Menschen; zuweilen erreichten welche eineHöhe von 8 Fuß, ja ein Soldat des Königs Friedrich vonPreußen soll F"ß gemessen haben.
Zwerge kennt man von 5 Fuß, von 40, von 38 Zoll; Hallerführt ferner Beispiele von 50 Zoll, 28 Zoll, 2 Fuß, 21 Zoll, 18Zoll, ja sogar einen 3V Zahre alten Zwerg von 16 Zoll; dasMinimum von Größe, was Haller kennt. Allerdings fragt essich, ob diese Angaben nicht übertrieben sind; da er alsgrößte Höhe ein Beispiel, dessen Wahrheit er aber nicht ver-bürgt, obwohl das Maaß genau genommen worden sein soll,von y Fuß angibt, so würde die Größe erwachsener Men-schen zwischen 16 Zoll und 108 Zoll schwanken.
6) Uebcr die Verschiedenheit in der Zahn bildung.
Die Zahl der Zähne ist sehr beständig und es stimmt dicßmit einem allgemeinen Gesetz in der thierischen Organisationüberein, wornach hier nur äußerst geringe Abweichungen vonder Norm statt finden. Daher ist eö wohl nur ein Fehlerder Abbildung, wenn der Schädel eines Marquesasinsula-ners bei Blumenbach 6 Backzähne zeigt.
Eine eigentliche Bildung an den Vorderzähnen der Mu-mien fand Blumcnbach zuerst an einem durchharzten Mumien-kopf, welchen er von einem morgenläudischen Reisenden Na-mens Friederich erhielt. Die Vordcrzähne im Ober- wie,m Unterkiefer liefen nicht meiselartig in einen schneidenden,!dünnen Rand aus, sondern waren wie ein kurzer abgestumpft,ter Kegel gestaltet; die Eckzähne waren nicht wie gewöhnlich'zugespitzt, soudern eben so breit und flach, daß man sie blos^durch ihre Lage von den nächststehenden Backzähnen unter--scheiden konnte. Später fand dieser Naturforscher dieselbe'Bildung an vielen Mumieuköpfen wieder, aber nicht an allen,