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Loangho bis Cap Negro, wohnen verschiedene Völker, welcheman gewöhnlich zum Negerstamme rechnet und die eine, inmehrere Dialecte zerfallene, Sprache reden; sie unterscheidensich demohngeachtet in mehrfacher Hinsicht von den nord-wärts vom Aequator wohnenden Afrikanern; die Farbe derCongoer ist schwarz, doch nicht bei allen in demselben Grad;einige sind dunkelbraun, andere olivenfarb, noch andere schwärz-lich roth; ihr Haar ist im Allgemeinen schwarz und fein ge-lockt, bei manchen auch dunkel röthlich; die Augen sind meistschön lebhaft schwarz, zuweilen auch dunkel meergrün; sie ha-ben weder Platfchnasen, noch dicke Lippen wie die andernNeger und gewöhnlich sind sie von mittlerer Größe. Ueber-haupt bemerkt man auch arabische und europäische Gesichterunter diesem Volk, was einige einer Vermischung mit denPortugiesen zuschreiben wollen, ohne daß hinreichende Gründefür diese Meinung vorhanden waren.
Marsden verglich die Wörterbücher der verschiedenen Con-gostämme unter sich, woraus hervorgeht, daß sie sich wahr-scheinlich alle untereinander verstehen. Zwischen der Congo-sprache und den östlichen afrikanischen Dialecten, der Spracheder Kafsern, der Idiome von Mozambique und Delagoabai,besteht eine Verwandtschaft, welche beweist, daß diese verschie-denen Nationen in einer früheren Epoche inniger verbun-den waren.
Prichard schließt aus allem, daß wir in den südafrikanischenNacen, mit Ausschluß der Hottentotten, eine -Art von Binde-glied zwischen den Negern und den andern Varietäten desMenschengeschlechts finden. Einige Stämme haben sehrwenig von der Physiognomie und dem Körperbau der Negerund gleichen mehr den Europäern. Einige, wie die Kaffer»,haben zum Theil arabische Formen; andere, wie die Congoer,gleichen den Portugiesen. Man braucht übrigens weder eineVermischung, noch eine Ableitung von einem der ähnlichenVölker anzunehmen, sondern diese verschiedenen Bildungenkönnen verschiedene Grade der Abweichung in einem unddemselben Stamm sein.
Es ist eine öfters geäußerte Meinung, daß die Bewohner