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deren Beschaffenheit uns theilS durch die Mumien, theilsdurch Bildhauerarbeiten bekannt ist. Blumenbach fand nachvielen Untersuchungen drei Hauptverschiedenheiten von altegyp-tischer Nationalphysiognomie, welche, nach seinem Ausdruck,so wie alle Varietäten im Menschengeschlecht, durch mancher-lei Nuancen, so zu sagen, in einander fließen, wovon aberdoch die reinen, gleichsam idealischen Muster, durch unverkenn-bare Eigenheiten sich auszeichnen.
1 ) Die äthiopische Gestaltung, mit vorragenden Kiefern,wulstigen Lippen und breitstumpfer Nase, wie auch jetzt dieCopten gebildet sind; hier ist die äthiopische Gestaltung imweitesten Sinn genommen.
2) Die mehr hindusartige Physiognomie; oft findet manaltegyptische Bilder mit länglich schlanker Nase, enggeschlitz-ten, lang gezogenen Augenliedern, hochstehenden Ohren undganze Figuren, durch kurze und doch sehr schmale Taille undlange Schenkel ausgezeichnet.. Hiemit reimt sich, daß manan manchen Mumien ein langes, schlichtes Haupthaar, anandern hingegen ein kurzes, krauses gefunden hat.
z) Die, wie es scheint berberähnliche Bildung ist, die ge-meinste; sie gleicht keiner von den beiden vorigen, und hat eine»eigenen gedrungenen Habitus, schwammichte, gleichsam hän-genden Backen und ein kurzes Kinn, große, vorliegende Au-gen und einen fleischigen Körper.
Nach allem standen die alten Egypter zwischen caucasi-scher und äthiopischer oder Negerbildung, entfernten sich aberam meisten von der mongolischen; die gefundenen Abweichun-gen sprechen eben für eine solche Verschmelzung der Neger-und Europäerbildung, mit Nuancen, welche sich bald dereinen, bald der andern mehr näherten. Merkwürdig ist, daßwir diese Mittelform gerade in der Mitte zwischen dem Can-easus und Centralafrica, den zwei Concentrationspunkten ent-gegengesetzter Nacen, vorfinden.
Höchst merkwürdig sind die neueren Entdeckungen Cham-pollions, der, wie es scheint, wirklich den lang gesuchtenSchlüssel zu der alt-egyptischen Hieroglypheuschrift gefundenhat. Es geht daraus die größte Uebereinstimmung mit dem