einem trefflichen Arzte an Ort und Stelle, wahrend der fran-zösischen Expedition gemachten Beobachtungen, bestätigen fastbis zur Evidenz, die schon seit Herodot bekannte Annahme,daß Abyssinier das alte äthiopische Stammvolk derjenigen amNilthal über Meroe, Elephanrine, Theben hinabgezogenenalten Aegypter sind, von welchen wir die heutigen Copten alsentartete, im Druck und Leibeigenschaft lebenden Völkerrestebetrachten, indeß die Aethiopen in ursprünglicher Freiheitfortlcbten, mit einer Sprache, die gegenwärtig von der coptischen ganz verschieden erscheint.«
Außer den eigentlichen Abpssiniern wohnen »och mehrereheidnische Negervölker mit wolligen Haaren in Habesch. Znder tiefliegenden, sumpfigen, mit heißen und schädlichen Dün-stcis erfüllten Waldregion, welche den südlichen Abhang derGrenzgebirgskette von Habyssinien umgibt, wohnen dieSchangallaS, ein weit verbreitetes, aber tief gesunkenes Volk.Bruce schildert sie als dnnkclschwarz, mit Platschnascn undWollhaar; sic haben dicke Lippen, einen großen Mund undkleine Augen; sie sprechen eine Gutturalsppache.
Auch einige kupferfarbene Stämme, die Agaws und Fa-laschas wohnen in Habesch um die Duellen des Nils und Le»Dembeasee; sie sind den später zu beschreibenden, rothen oderkupferfarbenen Nubiern ähnlich. Die jüdischen Falaschas hatman für eine, nach der Zerstörung von Jerusalem eingewnn-dcrtc, Zudcncolonie gehalten.
Die Gallas sind ein räuberisches Hirtenvolk, zerfallen inmehrere Horden, haben aber nur eine Sprache; sie wohne»östlich und westlich, zwischen dem Nil und Bahr-el-Abiad;sie sind von mittlerer Statur, brauner Farbe, mit langemoder auch krausem schwarzen Haare; in den tiefen Thäler»von dunkler Farbe; sie ertragen Hunger und alle Beschwer-den mit Leichtigkeit, sind die geübtsten Schwimmer und be-rühmt wegen ihrer Schnelligkeit in Kriegsinärschen.
7) Nubie r.
Die Berber oder Barabras in Nubien gehören zu denkupferfarbenen oder röthlich-schwarzen Völkern; sie gleichen