hend, mit regelmäßigem, europäischen Gesicht, während man .darunter andere mit Platschnasen, vorspringenden Backenknv- !chen, kleinen Augen und überhaupt ächt mongolischer Gesichts- !bildung sieht. '' !
Der dritte oder nördliche Zweig begreift, nach Prichgrd,die sibirischen Tartaren, die Jakuten und Kirgisen.
Die sibirischen Tartaren wohnen um Tomök und Tobolök;zu ihnen gehören auch die erwähnten alten Tartarenreste imAltai; die Beltiren, die kobynzischen und kargynzischen Tar-taren und die am tiefsten im Hochgebirge wohnenden sagai-schen Tartaren; diese haben mach Pallas einen sehr starkenBart, sind sehr behaart am Körper und größer und nervigerals die kargynzischen Tartaren. Wahrscheinlich, sagt Ritter,hat die Abgeschiedenheit und Unzugänglichkeit des Gebirgs-randes, den diese Tartarenhorden bewohnen, sie aus dem all-gemeinen Völkerstrudel gerettet, in dem so zahlreiche VölkerHochasiens untergingen und auS der Geschichte verschwanden.
Weit vom Hochlande abgcsprengt und in das nordöstlicheSibirien verdrängt, sind die Jakuten, deren Sprache diegrößte Aehnlichkeit mit den Tartaren um Kasan hat, und ^die nur wenige-mongolische Beimengungen enthalt. Die Ja- *kutcn sind der nördlichste Zweig des tartarischen Stammes.Nach Klaproth haben sie asiatische oder mongolische Gesichts-bildnng in ausgezeichnetem Grade. Cochrane gibt ihnen eineHelle Kupferfarbe uud eine klein^ Statur. Sie sind kühn undkräftig. Nach Billing wechselt die Größe, indem die nördli-chen Jakuten mehr von mittlerer Statur, die südlichen dage-gen starke Leute sind und fünf Fuß zehn Zoll, bis sechs Fußvier Zoll (Engl. ?) höhe haben.
Die Kirgisen werden bald zu den Mongolen, bald zuden Tartaren gerechnet, doch sprechen sie tarrarisch. Es sindNomaden, welche im Norden und Osten des Arals, in denausgedehnten Steppen der großen Tartarei umherziehen, undin mehrere Horden zerfallen. Sie haben fast alle krummeBeine, waS vom Reiten herrührt; denn schon die^ kleinsten.Kinder sitzen auf Pferden und folgen den wechselnden Zügender Eltern. Sie werden häufig fett.