Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
130
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e) Nord- und Ostasiaten,

i) Ts ch udischc oder finnische N ationc».

lieber einen großen Thcil des Nordens von Asien unddes Nordostens von Europa, zu beiden Seiten der Uralge-birgskctte, breiten sich eine Anzahl Nationen aus, welcheZweige eines gemeinschaftlichen Stammes sind, eine eigeneSprache reden und von ihren slavischen Nachbarn verschiedensind. Am obern Fetisch scheinen die Ursitze der finnischenVölkerstamme gewesen zu sein, und noch finden wir in altenGrabmählern und in verlassenen Bergbauten, so wie in derMenge Metallgcräthe, die Spuren der alten Tschnden. Vomsüdlichen Ural, bis zu den Hochstcppcn am Saisansee, ziehtsich eine Reihe von Grabhügeln, welche von den dortigenBewohnern allgemein den ältesten Herren des Landes zugc-schrieben werden. Am obern Fetisch und seinen Zuflüssen 'treten diese Grabstätten in ungeheurer Menge auf, und er- .scheinen von kolossaler Größe; sie enthalten Menschen- undPferdeknochen, Goldplärtchcn, Silbergeschirr, Waffen vonErz und Kupfer, fast nichts von Eisen. Die Spuren ural-ten Bergbaus, gewaltige Halden, wenig tief getriebene !Schächte zeigen sich allenthalben im Altai und werden den -alten Tschuden zugcschrieben, welche später verschwunden,oder von mongolisch-tartarischen Horden aus ihren Urschen, >am nördlichen Rande von Hochasien, vertrieben worden sind. '

Die finnischen Völker zerfallen in eine Anzahl-von Zwei- ^gen, welche sich unter Nationen slavischen und tartarischenUrsprungs niedcrließcn.

Die eigentlichen Finnen, mit den Lappen, Esthen, Kare- >len, Lieven, wohnen westlich vom weißen Meer, in Finnland !und Lappland, und sind theils russische, theilS schwedische lln-terthanen. Alle Schriftsteller beschreiben die Finn - und Lapp-länder als zu einem Stamme gehörig; obgleich sich dieSprachen beider Nationen nicht so ähnlich sind, als das ISchwedische dem Deutschen, so findet man doch eine großeMenge von Worten, welche in beiden Sprachen dieselbenGegenstände oder Begriffe bezeichnen, und auch der grannna-