Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
124
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Nitter, ein merkwürdiges Mittelglied zwischen Indern, Vor- >der-Asiaten, Kaukasiern und Griechen. ^

Die Osseten wohnen am nördlichen Abhang des Cau- !casus und sprechen ohne Zweifel einen indo-europäischenDialect, welcher ein sonderbares Gemisch aus persisch, geor-gisch, deutsch, und slavisch zu sein scheint; wahrscheinlich sindsie alte Bewohner ihres Landes in den Thalern am Terekund seinen Zuflüssen. Ihre Beschreibung wurde schon obenS. Il4 gegeben.

Ein Theil der Bewohner von Armenien scheint offenbarauch hieher zu gehören. Klaproth betrachtet die armenischeSprache als einen Zweig der indo-germanischen; sie scheintaber, unter einer Menge hieher gehöriger Wurzeln, Ver-wandtschaft mit den finnischen und andern nordasiatischcn ^Sprachen zu haben. Wahrscheinlich waren die Armenier ei-nerseits mit den Medern, andererseits mit der phrygischcn ^oder thracischen Nace verwandt. Der armenische Dialect !bildet vielleicht, nach der Vermuthung PrichardS, eine Ueber-gangsform von den künstlich gebauten Sprachen deö indo-europäischen Stammes zu den rohen Idiomen des nördli-chen Asiens. Der physischen Bildung nach werden die Be-wohner von Armenien als schön geschildert und sie gleichen in !dieser Hinsicht ihren Nachbarvölkern, den Persern, Caucasiern 'und Georgiern. !

5) Thraco-pclasgische Völker.

Klcinasien und das südöstliche Europa, durch schmale Meer-engen getrennt, sind seit den ältesten Zeiten durch gleiche !Völker verbunden, welche zu den indo-europäischen Nationen !gehören. Man kann drei Hauptzweige annehmen, die !Griechen, die Thracier und Lydier.

Die Griechen, Nachkommen der alten Pelasger, der älte-sten Bewohner des Peloponnes, sprechen eine Sprache, wel-che, wie alle indo-europäischen Sprachen große Verwandt-schaft mit dem Sanskrit hat. Die griechische Sprache undMythologie bildete sich im Westen ähnlich aus, wie im Ostendie indische; beide scheinen ihre Wurzel in dem mittleren Ge-