Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
95
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Ein gleiches gilt vom alten Griechenland und Italien.In beiden Gegenden wachsen noch dieselben Pflanzen unterdenselben Verhältnissen, wie ehemals. Die Erntezeit gibtEolnmclla für den 18. Mai an; Palladins sagt im Allge-meinen im Monat- Mai. Nach einem aus einer Anzahl von-mehreren Jahren gezogenen Mittel, fangt sie jetzt zu Nomden 14. Mai an. PalladinS laßt die Gerstenernte mitdem Anfang deS Monats Juni beginnen, und die Waizen-crntc in den warmen Gegenden in der Nahe der älüste zuEnde deS Juni, in gemäßigten im Juli. Nach der mittle-ren Annahme aus mehreren Jahren 'fangt man jetzt dieseErnte um Nom den 15 . Iunius an, also etwas früher, alsselbst die früheste Angabe in jenen Zeiten. .Vesser nochstimmt die alte und neue Zeit der Weinernte überein und' man kann überhaupt mit Sicherheit annehmcn, daß das Climavon Griechenland und Italien seit den Zeiten deS AltcrthumSkeine bedeutende Veränderung erlitten hat. Höchstens könn-ten wir in Rücksicht der damals spateren Erndte annehmen,daß das Clima früher ein wenig kälter gewesen war, obwohlin sehr geringem Grade, als jetzt.

Die Gegenden am schwarzen und caspischen Meere ha-ben ebenfalls, so oft man eS auch behauptete, keine wesent-liche Veränderung in ihrer climatischen Beschaffenheit erlitten;höchstens hat die Temperatur um etwas weniges zugenommen.

Herodot erwähnt deS europäischen Scythiens, der Gegendenim Norden des cuxinischen Meeres und des .E-ckns Alneori.-;,und sagt, daß der Winter daselbst 8 und der Sommer 4 Mo-nat dauere, daß das Meer sowohl, als der ganze cimmerische'Bosporus gefriere, über welchen die Scythen ihre Heere undWagen führten. Diese Angaben bestätigt Strabo; Neopto-lemus, der Gesandte des Mithridates lieferte im Wintereben da eine Schlacht mit der Reiterei, wo er im Sommerein Sectreffen hielt. Pallas, welcher diese Gegenden imvorigen Jahrhundert bereiste, sagt, daß der Bosporus, selbstim mäßig kalten Winter mit Eis, und desgleichen ein großerTheil des assow'schcn Meeres, besonders mit Treibeis ausdem Don bedeckt sei; daß im Winter beladene Wage» hin-