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nach dem Canal. Höchst wahrscheinlich ist der Durchbruchvon der Seite deö deutschen Meeres aus geschehen.
Große Veränderungen sind auch wohl in den historischenZeiten in Australien vorgegaugen. Die ganze Inselkette vonNenguinea bis zur Südspitze von Neuseeland scheint derRand des zerrissenen alten australischen Festlands zu sein.Dieß wird neuerlich von Lesson bestätigt. Die vielen Kanälezwischen den dortigen Archipelen sind voller Bänke bis zumNiveau dcS Meeres, voller submariner Plateaus und Festen,wodurch dieser Theil dcS OzeauS zum Klippenmeer wird.Vielleicht gehörten die großen Sundainseln einst zum asiati-schen Festland; die Zwischeukauäle sind nicht sehr tief undvoller Bänke, und werden, wie keine Inselgruppe sonst, vongroßen vierfüßigen Thiercn bewohnt.
So hat die geschichtliche Zeit eine Reihe von Zerstörun-gen aufzuweisen. Aber mächtiger scheinen die von den älte-sten Zeiten bis in die neuesten fortgehmdcn Prozesse der ver-mehrten Laudbildung zu sein. Die meisten Contincnte ver-größern sich gegen die Secküsten, Znseln steigen aus demMeeresgrund empor, plötzlich gehoben durch vulkanische Ge-walt oder durch die langsame Arbeit der Madreporen undKorallcnthicre. ^
Es ist wahr, an manchen Punkten nagt das Meer anden Küsten, und verschlingt mehr oder weniger große Land-streckcn. Dieß wird aber hundertfältig ersetzt durch Anschwem-mung und Dünenbildung vom Meere selbst, wie wir obenbei den Alluvialbildungen erwähnten, theilö auch durch dieDeltas der arbeitenden Ströme. Es ist unglaublich, welchegewaltige Massen die Niesenströme der Erde den Gebirgenentfuhren und an den Mündungen wieder absetzen. Auffal-lende Beispiele geben der Missisippi und Hoangho in unserenTagen. Der Hoango in China führt in seinen Wellen eineMenge gelben Thonschlamm und heißt deshalb der gelbeFluß. Er strömt in den Golf von Petfcheli oder in dasgelbe Meer, das von diesem Fluß mit gelbem Schlamm anS-gcfüllt wird und allenthalben sehr seicht ist. Schiffe lassen,bei sechs Faden MeereSticfe, halbe Meilen weit hinter sich