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2 (1831)
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und Marmorameer sehen. Noch heut zu Tage ist die Strö-mung vom schwarzen Meer aus nach der alten Propontis ge-richtet. Der Einstuch den dieser Durchbruch des Bosporus^ auf den Stand des MittelmcereS übte, konnte übrigens nicht

i so außerordentlich sein, als man gewöhnlich glaubt. Die

- niedrigen Küsten Kleinasiens und Griechenlands und zum

, Theil die Inseln im agaischen Meer mögen am meisten ge-

- litten haben. Das caspische Meer entstand, indem die Krim

i und die benachbarten Landstriche sich aus dem Wasser erhoben

r und jetzt liegt der Wasserspiegel des caSpischen Meeres gegen

ü 300 Fuß tiefer, als der des schwarzen.

' Einen ähnlichen Durchbruch scheint die Meerenge von

Gibraltar in uralter Vergangenheit' erlitten zu haben. Fabel-" haste Sagen dieses Ereignisses ziehen sich durch das ganze

" Alterthum, und noch in der historischen Zeit bemerkte man

" eine allmahlige Erweiterung der Straße. Alles spricht übn-

^ genS dafür, daß der Durchbruch von Seite des Ozeans ge-

^ schehen sei, denn auch jetzt noch geht die Strömung in die-

ser Richtung.

^ Wie es sich mit der Insel Atlantis, im großen Meere

^ westlich vom AtlaSgebirge verhalte, welche nach Platos schö-

^ ner Dichtung im Tunaus in einem Tag 'und in einer Nacht

^ mit allem Volke in den tiefen Abgrund des OzeanS versank,ist eine Frage, welche unsere Zeit schwerlich zu beantworten^ vermag. Wir haben übrigens alle Ursache, diese Begeben-

^ heit, welche von keinem Vorgänger Platos erwähnt wird,

^ für eine bloße Dichtung zu halten.

ich , st ü Daß England sonst mit Frankreich durch eine Landengel>,^ ^zwischen Dover und Calais verbunden gewesen, wird durch, die Küstcnbeschaffenheit beider Lander wahrscheinlich. Viel-

»i leicht bezieht sich hieher die dunkle Sage von der eimbrisetzen

ch , Fluth, in deren Felge die Cimbrer ihre alten Wohnsitze verau-^ ch.K derleii. Noch heute stellt der Meeresboden die Spuren einesiss stÄHehemaligen Isthmus dar, denn ein lauggezogener untcrmee-lss' . ^rijcher Berg, mit seinem Rücken in der Richtung von Doverilk st nach Vonlogne liegend, zieht sich daselbst von der No.dsee