rium, welches noch größer war als unser Elephant, fand mauvollständige Skelete im Flußdiluvium, 3 Meilen von Buenos-Ai-reS und in Brasilien, so wie an der Küste von Georgienin Nordamerika. Der etwas kleinere Megalonyx, der dieGröße eines starken Ochsen erreichte, wurde zuerst in einerHöhle in Virginien gefunden, spater aber auch in einer Höhleam Rio San Francisco in Brasilien.
Das Clima der Erde vor der Fluth.
Nach diesem Bilde von der Thier- und Pflanzenwelt undihrer geographischen Verbreitung auf der Erde, ehe die großeFluth hercinbrach und alles umgestaltete, sind wir auch imStande, einigermaßen auf die klimatische Beschaffenheit derErde in der antediluvianischen Epoche einzugehcn. Daß dieErde damals eine andere Temperatur hatte, als setzt, oderdaß wenigstens die nördliche Halbkugel, und namentlich Eu-ropa ein vom jetzigen Clima verschiedenes besaß, dieß scheinthöchst wahrscheinlich, ja fast gewiß angenommen werden zukönnen. Alles deutet darauf hin, daß in unfern Breiten, inEuropa wie in Sibirien, ein wärmeres, den tropischen ähnli-ches Clima geherrscht hat. Dafür sprechen die Ueberrcstevon Palmen, welche einen warmen Himmelsstrich durchaus nö-thig haben, um im Freien fortzukommen. Jetzt gehen diePalmen nicht höher herauf als bis zum Golf von Genua,und hier nur kommen sie fort, weil die hohe Kette der See-alpen sie vor den rauhen Nordwinden schützt. In der offe-nen, nur mit niederen Hügclreihen durchzogenen Provencekommen sie nicht fort, obgleich Marseille und Toulon südli-cher liegen, als Nizza und der genuesische Küstensaum. Aberdas eigentliche Vaterland der Palmen beginnt erst mit dem30stcn Breitengrad, südlich von uns, au den Küsten von Af-rika. Da die Elephanten und Nhinozeroöarten gegenwärtignur in einem Palmcnklima gedeihen, so ist cs wahrscheinlich,daß auch die verwandten Thiere der Vorzeit in einem ähn-lichen lebten, und daß also selbst das rauhe Sibirien damalswarm und lieblich war. Es fragt sich übrigens immer »och,ob nicht die Palmen der Vorwelt, so wie die jener Zeit an-