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2 (1831)
Entstehung
Seite
47
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Vollständige und wohlcrhaltene Schädel eines Vielfraßes(slnln ^pel-runH zeigen, daß zu jener Zeit auch ein solchesThier mit den Bären und Löwen bei unS gelebt habe, wel-ches von dem im Norden, sonst auch in Deutschland lebendenVielfraß (Onla curop-rens) kaum verschieden war. Auch eineMenge Knochen, Zähne und Kiefer von Fleischfressern, wieIltis, Wiesel und Genettkatze, sind zugleich mit den Vorigenin d>c Kalkbrekzien der Höhlen eingeschlossen.

Im Diluvialboden der Thaler und in den Höhlen von! Nord- und Südamerika hat man die Knochen von zwei rie-

l senmäßigcn Thieren der Vorwelt gefunden. Sie hatten in

: Bezug auf Größe und den Bau einiger Theile z. B. des

; Beckens große Aehnlichkeit mit den Dickhäutern, namentlich

- dem Elephanten, gleichen aber auf der andern Seite wieder

; im Zahnbau und in den Zehen den Faulthicren, so daß sic

- Euvier als Riesenfaulthiere der Vorzeit betrachtet. Es scheint,

> daß sie llcbergangsformen, Zwischenglieder kolossaler Art zwi-

- schon mehrern Säugethierfamilien darstellen. Das eine (lVlo-

l guckieiünm) war das größte bis jetzt bekannte Thier der Vor-

- und Ietztwelt, denn es übertraf an Größe den Elephanten.

> In Südamerika hat man ganze Skelette von ihm gefunden

1 und ein vollständiges Knochengerüste, das Z Stunden von

: Buenos-Ayres ausgegraben wurde, ist in der königlichen

Sammlung in Madrid aufgestellt. Die Höhlen von Nord-

> amerika enthalten ebenfalls Neste dieses Thiers, noch mehraber die einer andern Gattung, des Illeg-ilonxx, welche um

2 ein Drittthcil kleiner, einem starken Ochsen an Größe gleichkam; neuerlich fand man seine Gebeine auch in Brasilien.

, Beide Thiere hatten sehr große Krallen, welche ihnen eine

> mächtige Bewaffnung gaben oder sie zum Graben geschickt

t machten. Der berühmte Naturforscher Cuvier, welchem man

^ bei Weitem die meiste Kenntniß über diese Thiere einer vcr-

-st tilgten Schöpfung verdankt, erkannte auch auö einem einzigen

, Krallenknochen, daß in Europa ein, jciwn amerikanischen Co-

j lassen nicht-sehr ferne stehendes Thier gelebt haben mußte;

, es war ein Schuppenthier (lVlaniH von riesenmäßiger Größe,

das, nach dem Zehengliede zu urtheilen, gegen 24 Fuß lang