den, oder über ganze Meeresbcckeli von Scandinavien bisnach England und bis an den Fuß deS Harzes. Anders moch-ten wohl damals die jetzige Nord- und Ostsee gewesen sein.
Mu sch c lsü h rend er Kies.
Zu den Diluvialgebilden gehören auch die Ablagerungenvon mufchelführendem Kies, welcher oft weit landeinwärts, nochöfter aber an den Meeresküsten liegt, aber in Höhen, welchegegenwärtig der höchste Stand der Fluth bei weitem nichterreicht. Solche Kieslagcr mit wohlerhaltcnen Sccmnschelnfindet man an der Küste der Vendce, bei Nizza, in Schott-land, in Schweden und auch in verschiedenen Punkten vonAmerica. Zuweilen steigen sie mehrere hundert Fuß überdie Meereöflächc. Der Flugsand der arabischen Wüste ent-hält an vielen Strecken Gehäuse von Seeschneckcn und zwei-schalige Muscheln, und eS ist wahrscheinlich, daß ein TheildeS großen Wüstenzugs, vom östlichen Abfall des Atlas bisnach Arabien, längere Zeit Seebodcn war.
Diluvium der Höhlen.
Die unterirdischen Zerklüftungen und Räume der Kalk-gebirge bilden die fo merkwürdigen und bekannten Stalacti-tenhölen. Sie sind zum Theil von demselben Diluvium an-gefüllt, das die Thäler und Berge bedeckt und von oben hin-eliigeschwemmt wurde. Solche Höhlen hat man fast in allenLändern Europas und in Nord- und Südamerica gefunden.Allenthalben kommen sie unter ähnlichen Verhältnissen vor;bald sind eS enge Klüfte, welche sich in die Tiefe senken, indenew man mühsam zwischen übereinander gestürzten FelS-trümmern, welche auch die Decken bilden, herabklettern muß,bald sind cs große, erhabene, domartige Gewölbe, mit Sci-tenkanimern und weiter, sich mehr oder weniger horizontalins Gebirge erstreckenden Gangen. , Die Adelsbcrger Grottebei Triest hat man schon über eine Meile verfolgt, ohne ihrEnde zu erreichen. Zn diesen Höhlen findet man Trümmcr-gesteine, welche zur Diluvialzcit gebildet wurden; sie bestehenans Kalk oder Dolomitbrocken, wie sie sich auf den umlie-