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Fluthland oder Diluvium.
Die Bildung deS Fluthlandes wurde Lurch die Gewaltjener allgemeinen, über den ganzen Erdball verbreiteten Fluchbewiikt. Zn den Schichten der verschiedenen Diluvialgcfildesind eine unzählige Menge Thiere begraben worden, welchedamals die Erde bevölkerten und sich gegenwärtig nicht mehrfinden, ihre stammverwandten Urten werden jetzt nur meistin den heißen Klimaten gefunden.
Die heilige Schrift, wie die Sagen fast aller Völker desMorgen- und Abendlandes, die als-vermischte Anklänge nurdie im Laufe der Zeiten umgeänderten, ursprünglichen Offen-barungen der Genesis sind, sprechen von einer allgemeinenWassersluth, welche das Menschengeschlecht, so wie alle Thie-re, welche nachher die Stammeltern der jetztlebenden Ge-schlechter geworden, in ihren Wellen begrub. Wie die neuere,gründlichere Behandlung der Mythologieen, und das Forschenin den uralten Sagen der Völker in diesen, nur die Abir-rungen von einem Gemeinsamen, Ursprünglichen sicht; wiedie tüchtigsten Geschichtsforscher unserer Zeit auch chrono-logisch nachgewiescn haben, daß die Flnth des OgygeS undDeucalion die Noachische, daß der Menu oder Nu, der Datjawra-tas der Inder, so wie der Aisnthrus der Chaldäer und der Teo-cipactli der Mexikaner immer nur der Altvater Noah ge-wesen, der, in den auscinandergegangenen und vielfach ge-wordenen Sprachen zerfallener Stämme und Nationen, einenverschiedenen Namen angenommen hat, und daß keineswegsjene Völker Antochthonen waren und von eigenen, partielle»Fluthen heimgesncht worden sind; so findet auch die neuereNaturforschnng in den fossilen Ucberbleibscln von Asien, Eu-ropa und Amerika nicht mehr die Spuren localer Ueber-schwemmnngen, etwa durch die Ueberströmnngcn von See»hervorbracht, sondern alle einzelnen Thatsachcn, sorgsam un-tereinander verglichen und zu einem Bilde vereinigt, zeigenmit schlagender Gewißheit, daß Lurch eine gleichzeitige, überden ganzen Erdboden verbreitete Fluch die ganze Thicrwcltder Vorzeit vernichtet wurde.