Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
20
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Neste gehöre» den Land- und Süfiwasscrschnecken an, welchealle eine sehr große Aehnlichkeit mit denen der Diluvialepocheund selbst der Jetztzeit haben. Auch dieselben Säugcthicr-knochen findet man darin, wie in den Massen, welche durchdie Fluch" zusammengeführt wurden. Die Pflanzenreste ha-ben Verwandtschaft mit unfern Pflanzen und sind völlig vondenen der tiefer» Formationen geschieden.

Daß wir jetzt eine so genaue Kenntniß der organischenKörper, welche, in den Gebirgen aufgehäuft sind, erhaltenhaben, verdanken wir der vereinten Bemühung von vielenForschern der neuen und neuesten Zeit. Täglich, kann mansagen, wachst die Zahl der bereits aufgefuudenen und beschriebe-nen urweltlichen Thiere und eine ohngefährc Schätzung derselbenerleidet daher bald wieder eine Abänderung. Rechnen wirdie Thiere der Diluvialformationen, welche sparsam auch imobersten Süßwaffergebilde gefunden werden, hinzu, so kenntman bereits über hundert Landsäugethicrc und etwa zehnSeesäugethiere, fünfzehn bis zwanzig Vögclarten, gegen fünf-zig Reptilien, wenigstens zweihundert Fische und gewiß zwei-tausend Schaalthiere oder Mollusken, über hundert krebsartigeThiere, wenigstens eben so viele Insekten, etwa dreihundertStrahlthiere und fünfhundert Pflanzenthicre; und alle dieseThiere find, äußerst wenige abgerechnet, in Europa gefundenworden nahe an Viertausend! und in einer Reihe vonJahren dürfte diese Zahl leicht verdoppelt werden, wenn manbedenkt, daß im Pariser Becken allein über tausend Artenaufgefunden wurde».

Fragen über die Bildungsgeschichte der Erde.

So liegen sie vor uns aufgeschlagen, die steinernen Ge-schichtsbücher der Erde; wir durchblättern die Schichten, wirsammeln die verrworrcnen Buchstaben, die zerstreuten Nestebegrabener Wesen, wir setzen sie zu Worten und Ganzen zu-sammen, aber finden wir auch den lebendigen Sinn, findenwir den ewigen Faden, der sich durch die Natur, wie durchihre Geschichte zieht? Tausende von Forschern haben die