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wurde, wie die Cholera sich hätte ändern müssen, wenn sie genau im Ver-hältnisse der relativen Dunstincnge gestiegen oder gefallen wäre. Die Ab-weichungen von dieser mittleren Linie, w r elche hier als gerade dargestelltist, sind nach oben und unten hin angegeben, und, merkwürdig genug, zeigtsich in den Regionen des Ansteigen;: der Cholera-Intensität vorherrschendO. und N., hingegen in den Regionen des Sinkens S. und W. Ries stimmtmitj Beobachtungen, welche in Königsberg gemacht worden sind. Schadenur, dass die darüber in den Tageblättern enthaltenen Bemerkungen nichtrecht specielle Data liefern *). Wären die hier aus meinen Beobachtungenhergeleiteten Vergleichungen allgemein gültig, so w ürde also der Wind, dermit der Cholera geht, der sie uns gewissermaassen gebracht hat, der schäd-liche, und sein Cegner uns günstig sein. In den letzten Tagen hat indessenein anhaltender aber ziemlich trockener und frostbxingcnder Ostwind durchausnicht nachtheilig gewirkt. Über alle diese Punkte kann daher nur eine all-
*) In Petersburg (man vergleiche die tabellarischen Beilagen zum russischenMerkur Ko. 33 und 36) herrschte heim ersten Einbrechen der Cholera vom 14. bis 23.Juli fortdauernd Wind aus O. und KO. die Erkrankungszahl slieg bis zu 240 (täglich).Am 24. Juni war Wind aus SW., die Erkrankungszahl fiel auf 212 zurück. Am 25. tratwieder O. und KO. ein, die Erkrankungszahl stieg auf 234 und erhob sich hei fort-dauerndem Weilen des Windes aus KO. bis auf 529 (am 28. Juni), 570 (am 29. Juni),515 (am 30.) und 561 (am 1. Juli). Von da ah wechselt der Wind aus O. und KO.häufig mit SW. und W. bis zum 7. Juli, und die Erkrankungszahl sinkt allmähiig auf314 herab. Am 8. Juli tritt entschieden SW. auf. Die Erkrankungszahl fallt plötzlichauf 193. Der Wind aus S. und SW. dauert fort, sehr selten nur von KO. und O. un-terbrochen bis zum 18. Juli. Gleichzeitig nimmt die Erkrankungszahl ah bis auf 91.Später wird der "Wind weit mehr wechselnd und behauptet nicht mehr so entschiedeneine bestimmte Richtung. Die Cholera bleibt fortdauernd im Ahnehmen. In Berlintrat die Cholera mit W. und SW. (31. August bis 3. September) ein; nachdem eineWoche zuvor KO. und K. (vom 21. bis 24. August) geherrscht und sich durch KW. inW. umgesetzt hatte. Wie O. und KO. ihr Steigen begleitete, ist oben gezeigt. Dassuns auch ein AVestwind Luft zuführen kann, die mit einem Oststrom gekommen, lässtsich bei der Manniclifaltigkcit der Luftströmungen begreifen. Speciellere Kacliwcisungkann hier nur ein Überblick über die AVindfahnen von Kord-Europa verschallen, der zurZeit noch fehlt. Hat ein solcher Rückstrom eine weniger inficirende Kraft? Ist über-all die Cholera milder gewesen, wo sie mit S. und AV. auftrat, als da, wo ein feuchterOstwiud sie einführte? Denn Eeuchtigkeit und Ostwind, sonst selten zusammen-trelfende meteorische Erscheinungen, haben im letzten Sommer sicli öfter verbunden ge-zeigt, und den Landmann wie den Gärtner in ihren Schlüssen vom AVindc aufs AVettermehr irre geleitet denn je. Auch in Moskau scheint nach den Mitlheilungen, die ichder Güte des Herrn Dr. Dann verdanke, der AVind aus O. und K. während der Cliolera-Fpidemie besonders nachtheilig gewirkt zu haben, während S. und SAV. sich mild zeig-ten. AVir wollen Beispiele aus den Grenzen nehmen, wo die Erkrankungszahlen denenfür Berlin glcichkommen. Es erkrankten
zwischen dem 16. und 20. Decbr. v. J. bei S. und SAV. im Durchschnitt täglich 20-21.-25. - - - - O. und K. - - - - - 26
- 26. - 30. - - - - AV. .lg
ferner:
zwischen dem 31. Decbr. und 2. Jan. bei SW. SAV, SO. im Durchschnitt täglich3. - 5. - - O. O. O. - - - - -
6. - 8. - AV. KW. W. - - -
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