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1 (1844)
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schon jedermann weiß, oder niemand wissen will, so weitläustigsprechen, daß niemand darüber zum Worte kommen kann, undjedermann Zeit und Weile lang wird. Die deutsche Sprache istsehr arm an Wörtern für Handlungen, die sich so zu andernHandlungen des vernünftigen Mannes verhalten, wie Geschwätzzur zweckmäßigen vernünftigen Unterredung. So fehlt es unsan einem solchen Wort für rechnen.

> Ein Mensch wählt sich ein Thema, beleuchtet es mit seinemLichtchen, so gut ers hat, und schreibt alsdann in einem gewissenerträglichen Modestil seine Alltagsbemerkungen, dergleichen jederSecundancr auch hätte machen, aber nicht so faßlich ausdrückenkönnen. Für diese Art zu schreiben, welches die Lieblingsartder mittelmäßigen und untermittelmäßigen Köpfe ist, wovon esin allen Ländern wimmelt, habe ich kein besseres Wort, alsCandidatenprose, finden können. Es wird höchstens dasausgeführt, was die Vernünftigen schon bei dem bloßen Wortgedacht haben.

Je mehr man in einer Sprache durch Vernunft unterschei-den lernt, desto schwerer wird einem das Sprechen derselben.Im -Fertigsprechen ist viel Jnstinctartiges; durch Vernunft läßtes sich nicht erreichen. Gewisse Dinge müssen in der Jugend er-lernt werden, sagt man; dieses ist von Menschen wahr, die ihreVernunft zum Nachtheil aller übrigen Kräfte cultivircn.