Vorsuccessor, wie die gemeinen Leute im Osnabrücki-schen einen Vorgänger nennen, ist nicht viel schlechter, alsNachfolger, da einem ja niemand vorfolgen kann.
Zm Wort Gelehrter steckt nur der Begriff, daß einemVieles gelehrt ist, aber nicht, daß man auch etwas gelernt hat,daher sagen die Franzosen sinnreich, wie Alles, was von diesemVolke kommt, nicht les en»c>A»e§, sondern und die
Engländer nicht tLe <»,«§, sondern tüe lea,-„eck.
Es ist eine vortreffliche Bemerkung von Hartlcy, daß durchdie Verschiedenheit der Sprachen falsche Urtheile verbessert wer-den, weil wir in Worten denken. Es verdient sehr überlegt zuwerden, in wie fern die Erlernung fremder Sprachen uns dieBegriffe in unserer eigenen aufklärt.
Wir bewundern zuweilen die Krästigkeit der Sprachen un-ausgebildeter Nationen; die unsrige ist nicht weniger kräftig;unsere gemeinsten Ausdrücke sind oft sehr poetisch; aber das Poe-tische eines Ausdrucks verliert sich, wenn er uns gemein wird.Der Laut bringt den Begriff hervor, und das Bild, das vorherdas Mittel war, verschwindet, und mit ihnen zugleich alle Neben-ideen, die es in sich schloß.
Was heißt schwätzen? Es heißt, mit einer unbeschreib-lichen Geschäftigkeit von den gemeinsten Dingen, die entweder