Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
295
Einzelbild herunterladen
 

295

lich eben nicht sehr genau dislinguirt. Ich glaube, daß es einVerdienst ist, was in hundert Büchern steht, unter einen ge-wissen Gesichtspunkt in eines zu bringen; allein man muß essehr von dem Verdienst des Mannes unterscheiden, der die Wis-senschaft erweitert und ihre Grenzen fortrückt. Uhrenschöpferwaren H ug enius, Hook, Harrison, und diese sind selten;Uhrmacher gibt es überall, ich meine Bäume, woran fuhrenwachsen, Spinnen, die Uhren weben.

Es ist traurig, daß die meisten Bücher von Leuten geschrie-ben werden, die sich zu dem Geschäft erheben, anstatt daßsie sich dazu herablassen sollten. Hätte z.B. Lessing ein Va-demecum für lustige Leute herausgeben wollen, ich glaube, manhätte es in alle Sprachen der Welt übersetzt. Aber so schreibtJedermann gern über Dinge, worin er sich noch selbst gefällt,und man gefällt sich selten in Dingen, die man so inne hatund übersieht, wie etwa das Einmaleins. Wer, wenn erschreibt, um sich Genüge zu thun, Alles sagt, was er weiß,schreibt gewiß schlecht. Hingegen wer anhalten muß, um nichtzu viel zu sagen, kaun sich eher Beifall versprechen.

. . ., Prediger zu .., ist der artige Mann, der das Klatsch-magazin über Schulen und Universitäten anlegen will. Ein Pre-diger sollte sich schämen, so etwas anzukündigen. Er will auchListen liefern von ntuckiosis non stuüentibus, wenn anders, wieer sagt, auf dem Papier sich Raum dazu findet, und, hätte er