Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
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gelehrt zu sein aber Vortheil bringen sie der Wissenschaftsicherlich nicht. Um in einer Wissenschaft so zu schreiben, daßman nicht bloß die Menge staunen macht, sondern den Beifalldes Kenners erhält und der Wissenschaft selbst etwas zulegt, mußman sich ihr allein widmen, und zu gewisse» Zeiten selbst nureinzelne kleine Theile derselben bearbeiten. Unsere Gelehrtenwerden gewiß von andern ähnlichen wieder verdrängt, sie ster-ben am Abend des Tages, da sie in der Sonne schimmertenund spielten, zu Tausenden dahin und werden vergessen.Man kann sich selbst bis zum Erstaunen in einerSache Genüge leisten, und der Erfahrne lacht überunser Werk.

Lord Lhcsterficld hat gewiß nie gedacht, daß seine Briefeim Druck erscheinen würden. Hütte er einen Tractat über dieErziehung bekannt gemacht, so laßt sich gewissermaßen aus desLords Charakter, den er sehr pünktlich vor der Welt zu behaup-ten suchte, schließen, daß er ganz anders ausgefallen soin würde,als ein solcher Erziehungsplan, den man aus seinen Briefenentwerfen könnte. Das Meiste ist darin, wie billig, den indivi-duellen Umständen des jungen Stanhope angemessen, und da,wo er dessen Natur widerspenstig findet, sucht er manche» sei-ner Regeln ein Gewicht zu geben, das sie in einem allgemeinenSystem nicht haben dürften. Er dringt freilich als Hofmannauf Grazie und Anstand bei einem jungen Menschen, den erzum Hofmann machen will, aber daß er es auf eine solche Art

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