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Einige Leute wollen das Studiern der Künste lächerlichmachen, indem sie sagen, man schreibe Bücher über Bildchen.Was sind aber unsere Gespräche und unsere Bücher anders, alsBeschreibungen von Bildchen auf unserer Netzhaut oder in unsermKopf?
In der Republik der Gelehrten will jeder herrschen, es gibtda keine Aldermänner, das ist übel. Jeder General muß, sozu reden, den Plan entwerfen, Schildwache stehen, die Wacht-stnbe fegen, und Wasser holen; es will keiner den andern indie Hände arbeiten.
In Deutschland haben wir eine Menge Gelehrten, die sichgeschwinde, wie man zu sagen pflegt, in ein Fach hineinwerfenkönnen. Diese Leute wundern sich heimlich über sich selbst, daßsie so bald im Stande sind, über eine Materie zu schreiben.Sie werden Polygraphen, ehe sie sich dessen versehen, und erlan-gen einen Ruhm; allein fast immer werden sie nur von Unwis-senden und Halberfahrnen angestaunt. Der eigentliche Manndes Faches lächelt bei ihren Arbeiten, die der Wissenschaft selbstnicht einen Pfennig eintragen. Sie gegenthcils sind blödsinniggenug, diesen ihnen versagten Beifall des Kenners für Neid zuhalten. Unsere meisten Schriftsteller sind von der Art, mandarf es kühn behaupten. Sie sind vortrefflich, um von ihnenzu sprechen — denn auch unter diesen hervorzuragen, ist eineEhre, wenigstens in dem Lande, wo es Mode ist, auf diese Art