Register Bücher sind. Nicht bloß wissen, sondern auch für dieNachwelt thun, was die Borwelt für uns gethan hat, heißt einMensch sein. Soll ich, um nichts noch einmal zu erfinden,was schon erfunden ist, mein Leben über der Gelehrten Ge-schichte zubringen? Sagt man doch Dinge vorsätzlich zweimal,und man nimmt es einem nicht übel, wenn nur die Einklei-dung neu ist. Hast du selbst gedacht, so wird deine Erfindungeiner schon erfundenen Sache gewiß allemal das Zeichen desEigenthümlichen an sich tragen.
Es baben sich in diesem Jahre eine Art von gelehrten Wit-terungsgesprächcn in unsere Gesellschaften cingeschlichen,. so daßman fast das eigentliche Wetter darüber vergißt. Anstatt zusagen, es geht ein scharfer Wind, sagt man, das neueste Stückder allgemeinen deutschen Bibliothek ist nun angekommen. Stattvon schmutzigem Wetter zu sprechen, spricht man von der Frank-furter Zeitung und man klagt jetzt nicht mehr über schwüle Luftoder Frost, sondern fast allein über Recenseutcnunfug. Es sollauch sogar ein französischer Spottvogel in einer neuen Auflageseiner Grammairc ein Gespräch zwilchen einem Herren und einemSchneider eingeschaltet haben, wo dieser unmittelbar nach der Zeuge.Befehlen der Herr goldene Kniebänder oder camcelhaarne? seinenKunden fragt: Haben der Herr die Frankfurter Zeitung gelegen?
Die Engländer werde» es durch Übersetzung unserer Schuf-ten dahin bringen, daß wir sie gar nicht mehr übersetzen.
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