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Es ist dcm Menschen sehr natürlich, wenn er verliebt ist,Ähnlichkeiten zwischen seinem Namen und seiner Geliebten Na-men, ja sogar zwischen den Geburtstagen und Geburtsorten zufinden. So fand ein Verliebter es merkwürdig, daß er den 4.November, und seine Geliebte den 4. December geboren war;ein anderer, daß sein Geburtstag auf den 1. Julius, und derseines Mädchens auf den 1. Jänner fiel.
Ich wollte lieber das Wort superklug gemacht haben,als irgend eines; es macht seinem Zusammensetze! zuverlässigEhre. Es gibt Leute, die sich angewöhnt haben, über AllesReflexionen anzustellen, nicht weil ihnen die Sachen natürlicheinfallen, sondern weil sie es erkünsteln — ein Verfahren, dasder Philosophie nicht das Geringste nützt. Es sind so zu redenWunder in der Welt der Ideen, auf die man nicht rechnen kann.Da dergleichen Leute immer Ursachen angeben, weil sie es fürihre Pflicht ansehe», oder für schön halten, so verfehlen sie fastallemal das Natürliche, denn das Schwere, Weithcrgeholte schmei-chelt dem Stolze, aus welchem sie es thun, mehr als das Na-türliche. Hierin liegt auch der Grund davon, daß uns diegroßen Entdeckungen so leicht zu machen scheinen, wenn sie ge-macht sind. Der eigentlich Verständige hingegen, der nicht soviel lebhaften Witz hat, oder ihm wenigstens nicht gleich traut,schließt so, weil er hohe Ursache hat, so zu schließen: durch Ähn-lichkeiten sind mir Tausende verwandt, durch nahe Blutsfrcund-schaft nur Wenige. Versteht ihr mich? Daher urtheilen Frauen-