Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
149
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die in Büchern steht, in den Herzen stände! Aber so geht esfast durchaus: der größte Theil von menschlicher Weisheit wirdbald nach seiner Erzeugung auf den Nepositorien zur Ruhegebracht. Daher einmal Jemand dieses Wort nicht vom latei-nischen >-e/«>»ene, sondern unmittelbar vom französischenherleiten wollte.

Ein Gelübde zu thun ist eine größere Sünde, als eszu brechen.

Was die wahre Freundschaft, und noch mehr das glücklicheBand der Ehe so entzückend macht, ist die Erweiterung seinesIchs und zwar über ein Feld hinaus, das sich im einzelnenMenschen durch keine Kunst schaffen läßt. Zwei Seelen, diesich vereinigen, vereinigen sich doch nie so ganz, daß nicht immernoch der beiden so vorthcilhafte Unterschied bliebe, der die Mit-theilung so angenehm macht. Wer sich sein eigenes Leiden klagt,klagt es sicherlich vergeblich; wer es der Frau klagt, klagt eseinem Selbst, das helfen kann, und schon durch die Theilnahmehilft. Und wer gern sein Verdienst gerühmt hört, findet eben-falls in ihr ein Publikum, gegen welches er sich rühmen kann,ohne Gefahr, sich lächerlich zu machen.

Viele Menschen setzen die Tugend mehr im Bereuen derFehler, als im Vermeiden derselben.