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1 (1844)
Entstehung
Seite
148
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Je größer der Mann ist, desto strafbarer ist er, wenn erFehler Anderer ausplaudert, die er erkennt. Wenn Gott dieHeimlichkeiten der Menschen bekannt machte, so könnte die Weltnicht bestehen. Es wäre, als wenn man die Gedanken Anderersehen könnte. Wohl dem Menschen, der keinen Ansplaudererhat, der ihm an Kenntnissen überlegen ist!

Es gibt eine Menge kleiner moralischer Falschheiten, dieman übt, ohne zu glauben, daß es schädlich sei; so wie manetwa aus ähnlicher Gleichgültigkeit gegen seine Gesundheit Tabackraucht.

Der Stolz, eine edle Leidenschaft, ist nicht blind gegeneigene Fehler, aber der Hochmuth ist es.

Viele, die über Ablaßkrämerei in der katholischen Kirchelachen, üben sie doch täglich selbst. Wie mancher Mann vonschlechtem Herzen glaubt sich mit dem Himmel ausgesöhnt, wenner Almosen gibt! Ich habe selbst die boshaftesten Menschen,die frevelhaftesten Unterdrücker des Verdienstes und der Unschulddamit rechtfertigen hören: sie thäten den Armen Gutes. Aberdas war nicht vilas leaoi, das war nur Flickwerk. Ein PaarSpiegelscheiben machen noch keinen Palast. Es hat auch etwasÄhnliches mit den Bekehrungen unter dem Galgen.

Wenn doch nur der zehnte Theil der Religion und Moral,