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Hat wohl Jemand je von Gerüchen geträumt, wozu keineVeranlassung äußerlich da war? ich meine z. B. von Nosen-geruch zu einer Zeit', wo keine Rosen oder Rosenwasser in derNähe waren. Don Musik ist es gewiß, und vom Licht auch;aber Empfindungen von Schmerz im Traum haben gemeiniglicheine äußere Veranlassung. Vom Geruch bin ich ungewiß.
Träume führen uns oft auf Umstände und in Begebenheitenhinein, in die wir im Wachen nicht leicht verwickelt werdenkönnen; oder sie lassen uns Unbequemlichkeiten fühlen, die wirvielleicht als klein in der Ferne verachtet hätten, in die wiraber vielleicht mit der Zeit verwickelt worden wären. Ein Traumkann daher oft unsern Entschluß ändern, und unsern moralischenFond mehr sichern, als alle Lehren, die durch einen Umweg insHerz kommen.
Nachtrag
zu den psychologischen Bemerkungen.
Um uns ein Glück, das uns gleichgültig scheint, rechtfühlbar zu machen, müssen wir immer denken, daß es verlorengegangen und daß wir es diesen Augenblick wieder erhielten.Es gehört aber etwas Erfahrung in allerlei Leiden dazu, umdiesen Versuch glücklich anzustellen.