um zur Erkenntniß gewisser Dinge zu gelungen. Wenn manmit Metaphysik und Religion in der Jugend anfängt, so gehtman leicht in Vernunftschlüssen bis zur Unsterblichkeit der Seelefort. Nicht jeder andere Weg wird dazu führen, wenigstensnicht eben so leicht. Wenn sich auch schon von jedem Worteinzeln ein deutlicher Begriff geben läßt, so ist es doch unmög-lich, in einem sehr zusammengesetzten Schluß alle diese Begriffegleich deutlich vor sich zu haben; in der Anwendung werden sieoft nach der Art verbunden, die uns von Jugend auf die ge-wöhnlichste und leichteste war.
Nichts ist schwerer in der Philosophie, als eine Sache ganzvon Anfang zu nehmen, und doch bei Betrachtung derselben vonerworbenen Kenntnissen Gebrauch zu machen; z. B. über dieUnsterblichkeit der Seele denken zu wollen, ohne vorher schonein gewisses Ende, ein gewisses Ziel zu sehen; nicht beim sechstenSchluß schon eine Meinung zu ergreifen, und den achten, neun-ten, zehnten u. s. w. nur anzuhängen. Kann uns nicht dasDenken in unserer materiellen Substanz eben deßwegen so außer-ordentlich vorkommen, weil wir dieses selbst sind? Je näherwir einem Gegenstand in der Natur kommen, desto unbegreifli-cher wird er. Das Sandkorn ist gewiß das nicht, wofür ich esansehe. Ich begreife eben so wenig, wie ein zusammengesetztesWesen denken, als wie ein einfaches mit einem zusammengesetz-ten in Verbindung gebracht werden könne. Hätten wir eineAnalysis für dergleichen Sätze, und könnten sie in eilte Formel