Die Seele ist also jetzt gleichsam das Gespenst, das in der zer-brechlichen Hütte unsers Körpers spukt. Aber ist dieses Verfah-ren selbst nur unserer eingeschränkten Vernunft gemäß? Dürfe»wir schließen: was unserer Meinung nach nicht durch Dinge ge-schehen kann, die wir Kennen, muß durch andere Dinge gesche-hen, als wir kennen? Das ist nicht bloß ein falsches, sondernein abgeschmacktes Naisonnement. Ich bin so sehr überzeugt, daßwir von dem uns Begreiflichen so viel als nichts wissen, undwie viel mag nicht noch znrücksein, daS unsere Gchirnfibern garnicht darbilden können! Bescheidenheit und Behutsamkeit inder Philosophie, zumal in der Psychologie, geziemt uns vorzüg-lich. Was ist Materie, so wie sie sich der Psychologe denkt?So etwas gibt es vielleicht in der Natur nicht; er lödret dieMaterie, und sagt hernach, daß sie todt sei.
Der Mensch sucht Freiheit, wo sie ihn unglücklich machenwürde — im politischen Leben, und verwirft sie, wo sie ihnglücklich macht, und hängt Anderer Meinungen blindlings an.Der Religions- und Systemsdcspvtismus ist der fürchterlichsteunter allen. Der Engländer, der wider das Ministerium schimpft,ist ein Sklave der Opposition, und die meisten Menschen sindSklaven der Mode und alberner Gebräuche.
Wir thun alle Augenblick etwas, das wir nicht wissen, dieFertigkeit wird immer größer, und endlich würde der MenschAlles, ohne es zu wissen, thun, und im eigentlichen Verstände