zu der Zeit oft beschäftigt, zumal da ich ihren Gemahl, ei»enmeiner fleißigsten Zuhörer, sehr wohl gekannt hatte. Diese trau-rige Geschichte erzählte ich nun Jemanden im Traume, im Bei-sein eines Dritten, dem die Geschichte auch bekannt war; ver-gaß aber (sehr sonderbar) den Umstand mit dem Kinde, der dochgerade ein Hauptumstand war. Nachdem ich die Erzählung,wie ich glaubte, mit vieler Energie und Rührung dessen, demich sie erzählte, vollendet hatte, sagte der Dritte: ja, und dasKind lag bei ihr, Alles in einem Klumpen. — Ja, fuhr ichgleichsam auffahrend fort, und ihr Kind lag mit in dem Sarge.—Dieses ist der Traum; was mir ihn merkwürdig macht, ist die-ses: Wer erinnerte mich im Traume an das Kind? Ich wares ja selbst, dem der Umstand einfiel; warum brachte ich ihnnicht selbst im Traume als eine Erinnerung bei? Warum schufsich meine Phantasie einen Dritten, der mich damit überraschenund gleichsam beschämen mußte? Hätte ich die Geschichte wa-chend erzählt, so wäre mir der rührende Umstand gewiß nichtentgangen. Hier mußte ich ihn übergehen, um mich überraschenzu lassen. Hieraus läßt sich allerlei schließen; ich erwähne nurEines, und gerade das, was am stärksten wider mich selbst zeugt,zugleich aber auch für die Aufrichtigkeit, womit ich diesen son-derbaren Traum erzähle. Es ist mir öfters begegnet, daß, wennich etwas habe drucken lassen, ich erst ganz am Ende, wenn sichnichts mehr ändern ließ, bemerkt habe, daß ich alles hätte bessersagen können, ja, daß ich Hauptumstände vergessen hatte. Die-ses ärgerte mich oft sehr. — Ich glaube, daß hierin die Erkla-
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