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für ein erkünsteltes hielt, und mich für gesund in diesem Stück,und daher selbst auf einige andere Gefühle weniger achtete.Die gute Wirkung war unleugbar.
Ich habe, seit meiner Krankheit 1789, die crbarmenswür-dige Fertigkeit erlangt, aus Allem, was ich sehe und höre, Giftfür mich selbst, nicht für Andere zu saugen. Es ist als obdas Drüsensystem meines moralischen Wesens, wodurch bei glück-lich organisirtcn Menschen Ruhe, Nutzen und Vergnügen ausAllem gezogen wird, ganz die entgegengesetzte Form angenommenhätte, so wie wenn bei Windmühlen der Wind plötzlich vonhinten kommt, und Alles zerstört. Wie ist da zu helfen? Wiekann man sich gewöhnen, in Allem nur das Beste zu sehen, ausAllem etwas Gutes zu vermuthen, immer zu hoffen und seltenzu fürchten, freilich versteht sechs, auch immer so zu handeln,daß man Ursache hat, mehr zu hoffen, als zu fürchten?
Wenn ich zuweilen in einem meiner alten Gedankenbüchereinen guten Gedanken von mir lese, so wundere ich mich, wieer mir und meinem System so fremd hat werden können, undfreue mich nun so darüber, wie über einen Gedanken eines mei-ner Vorfahren.
Enler sagt in seinen Briefen über verschiedeneGegenstände aus der Naturlehre (2. Band, S. 228.),es würde eben so gut donnern und blitzen, wenn auch keinMensch vorhanden wäre, den der Blitz erschlagen könnte. Esist ein gar gewöhnlicher Ausdruck, ich muß aber gestehen, daßes mir nie leicht gewesen ist, ihn ganz zu fassen. Mir kommt