Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen
 

ich sie nicht eher festsetzte, als bis mir die Übertretung fast un-möglich war.

O! ich erinnere mich nach sehr wohl, wie ich beim Auf-gange der Sonne empfinden sollte und wollte, und nichts em-pfand, aber mit dem Kopfe bald gegen diese bald gegen dieandre Schulter gesenkt und mit blinzendcu Augen zuweilenVieles von Empfindung sprach, und damit nicht bloß Andere,sondern sogar mich selbst betrog. Aber jene Empfindung kamerst in spätern Jahren und vorzüglich stark von 17S0 au, daich die Sonne öfter aufgehen sah. Vorzüglich waren verstor-bene Freunde, zumal die letztverstorbencn, und meine Frau undKinder der Gegenstand, den mein Herz jetzt umfaßte. Ichhabe oft Thränen geweint, und bin niedergcknict. Könnte ichdoch meinen Entschlüssen mehr Dauer geben! Allein es istgewiß körperliche Schwache daran Schuld, Leichtsinn gewißnicht, ob es mich gleich sehr schmerzt, daß die Welt vermuth-lich das einer Wankclmüthigkcit im Charakter zuschreibt, wasdoch bloß Kränklichkeit ist.

Ich habe überhaupt sehr viel gedacht, das weiß ich, vielmehr, als ich gelesen habe. Es ist mir daher sehr Vieles vondem unbekannt, was die Welt weiß, und daher irre ich auchoft, wenn ich mich in die Welt mische, und dieses macht michschüchtern. Könnte ich das Alles, was ich zusammen gedachthabe, so sagen, wie es mir ist, nicht getrennt, so würde es ge-wiß den Beifall der Welt erhalten.

Wenn ich doch Canäle in meinem Kopfe ziehen könnte, um