Kartätschen, welche in der neuesten Zeit von den Preußenangenommen worden sind, fanden schon damals bei denDänen statt.
Im Jahre 1760 führten die Engländer die Brandtbomben ein, deren Werth vielleicht nicht genug anerkanntworden ist. In Preußen kamen ste erst 181g von neuemzur Sprache, und gegenwärtig scheint es, als würden diebisl,er gebräuchlichen, ihren Zweck so mangelhafr erfüllen-den Brandkugeln, jenen in der Folge weichen müssen.
Es wird hier der Orr seyn, etwas über die Brand-raketten zu sagen, deren Erstndung keinesweges so neuist, als man glaubt, denn jchon auf Sem Hindus warenste im Gebrauch. 1447 zündete Graf Oünois das vonden Engländern verrheidigre Pont au de Mer in derNormandie mit Raketten an, und die Araber bedientensich schon im Kriege von Chiozza vieler Kunstfeuer undwahrscheinlich auch der Raketten. In Ostindien hatteHyder Aly einige tausend Nlanri Rakettenwerfer unterseinem Heere. Diese Raketten bestanden aus einer eiser-nen Z bis 12 Pfund schweren Röhre, mit Brandzeug ge-füllt und an ein 8 Fuß langes Bambusrohr befestiget;ste konnten wagerecht und im Bogen geworfen werden.Diesen ähnlich waren die 1798 vom Bürger Chevalierin Frankreich erfundenen phosphorischen Rakerren. OieErstndung schlummerte hierauf viele Jahre, und wurdeendlich i8oä durch den englischen Obersten Congreoewieder erneuert, dessen BrandrakLtren 1807 bei der Bela-gerung von Copenhagen furchtbare Wirkung khatcn;iin freien Felde machten sie jedoch, ihrer regellosen Flug-bahn wegen, weniger Glück. In der neuesten Zeit sindin lüstreich, Sachsen und Preußen wiederholte Versuchemit Raketten ange>tellr worden; die Erfahrung muß abernoch bestätigen, ob und wie ste im Kriege volle Anwen-dung finden können oder nicht. Auch die Franzosen ha-