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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
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Ladcsiliaufel bald erkannte, befahl er, daß sie auch beiden Barreriestücken gebraucht werden sollten.

In der Verfertigung der Kunstfeuer, oder der soge-nannten Ernstfeuerwerkcrci oervollkommnete man sich inder Periode des Zn jährigen Krieges ungemein, besonderswas diejenigen Feuer anöerrijst, welche zur Derrheidigungder Breschen gebraucht wurden, eine Verteidigung, in derman damals die größte Ehre setzte. Man folgte indessenimmer noch der früheren Methode, die Branökugcln mitdem Zünder gegen die Pulverladung einzusetzen, wodurchdie meisten, und unter andern in der Belagerung von Re-gensburg 1634, viele davon blind gingen. Erst später-hin ward dieser Irrthum verbessert lieber die Ernst-scuerwerkerei haben S i in i cn 0 w 1 rz, Büchner, M i cth,Dillich. Srövesand (dieser auch über die Lustfeuer-werkerei) u. a. m. mit vieler Liebe geschrieben. Auchfing man an, die Bomben mehr gegen die Geschütze undAußenwerke des Belagerten anzuwenden als früher, wosie blos als Zerstörungsmittel gegen die Gebäude gedienthatten. Oie Belagerungen von Breda, Grol, Rol-duc, Costnitz und Nördlingen geben Beweise davon,bei der letzteren wurden 1Z00 Bomben in drei Wochen ge-worfen.

Oer Zunftgeist, welcher damals in den Artillerienherrschte, machte, daß die Feuerwerker es einander in al-lerhand lächerlichen Kunststückchen zuvorzurhun suchten,die kaum mehr zum Gebiete der Ernstfeuerwerkerei gezähltwerden konnten. Hiervon hat die sogenannte Lustfeuec-werkerei ihren Ursprung genommen, in der sich beson-ders die sächsischen Feuerwerker hervorkhaten. Aus ähn-lichen Gründen haben die mancherlei abenkhcuerlichen Ge-schosse, von denen heute nur noch die Spiegelgranatcn,von den L)streichern Wachteln genannt, im Gebrauch