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Geschichte des Geschützwesens und der Artillerie in Europa : von ihrem Ursprunge bis auf die gegenwärtigen Zeiten ; mit besonderer Bezugnahme auf die preußische Artillerie
Entstehung
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geladen waren. Eben so der Feuerpfeile, die eine sehrHute Wirkung hatten, um Bekleidungen der Schanzarbeik,oder Gebäude damit in Brand zu setzen. Oie Anwendungder Kartätschen im freien Felde (bis dahin waren sie nurbei Belagerungen gebraucht worden) fällt in die Periodedes Jo jährigen Krieges, wo die Regimcntsstücke GustavAdolphs vorzugsweise diese Bestimmung hatten. Indes-sen darf nicht unbemerkt bleiben, daß der Markgrafvon Baden Fcldhaubitzen, ebenfalls ausschließlich fürden Gebrauch der Kartätschen bestimmt, eingeführt hat.

Die glühenden Kugeln sind eine sehr alte Erfin-dung, denn schon die Araber haben sich ihrer bedient. InSag an warfen schon ain 7. Mai 1^72 die Belagerer,unter Anführung des Herzogs Hans von Sagan, glühendeKugeln und brennendes Geschoß in die Stadt. Danzigwird 1577 mit glühenden Kugeln beschossen, und die pol-nischen Truppen setzten am 20. August 1577 bas FortWeichselmünde durch sic in Brand. Oie Angabe, alsHobe der Spanier Don Juan Mauriquez de Lara sichder glühenden Kugeln iZgo bei den Belagerungen zuerstbedient, ist daher zu bezweifeln; auch bediente sich Ren-neberg ihrer in demselben Jahre vor Steen wirk undsteckte 70 Häuser damit in Brand. Bei der Belagerungvon RheinSberg fiLg7) wurde der Pulvecthurm derStadt durch glühende Kugeln in die Luft gesprengt.

Spanier und Niederländer machten in ihren Kriegenin der zweiten Hälfte des röten Jahrhunderts häufig Ge-brauch von glühenden Paßkugeln, um Gebäude damit an-zuzündcn.

Gustav Adolph ließ am 6. Juli 1628 die polni-schen Schiffe vor Weichfelmünde mit glühenden Kugeln ausledernen Kanonen beschießen, wodurch ein Schiff in dieLuft gesprengt wurde. Als Thorn ik>A8 von den Po-len und Kaiserlichen belagert wurde, schaffen diese am