geworfen wurden, und man nunmehr sah, daß mit demSchießpulver das nämliche bewerkstelliget werden konnte,so trachtete man dahin, auch eben so schwere Körper LurchHülfe des Pulvers sortzuschleudern. Daher bekamen dieersten Kanonen, welche Markiere, Bombarden undBüsten genannt wurden, eine große Mündung und wur-den so ungeheure Maschinen, die sich nur niit der größtenSchwierigkeit bewegen ließen.
Mehrere Schriftsteller behaupten, die Denetianerhätten den ersten Gebrauch von dem neucrfundenen Ge-schütz gemacht, als sie i 38 o mit den Genuesern im Kriegebegriffen waren; sie setzen noch hinzu, daß sie diese Ge-schütze aus Deutschland bekommen hätten. Auch sollMahumcd II. ,'m Jahre irsZZ zwei solcher schweren Maschi-nen bei der Belagerung von Konstankinopel mikgesuhclhaben, von denen jede 200 Pfund Stein schoß, aber ineinem Tage nur viermal abgefcuert werden konnte. DieFabel setzt hinzu, daß die Belagerten in der Zwischenzeitzweier Schüsse jedesmal den Schaden wieder auszubcsscrnim Stande waren, den der erste angerichtck hatte. — Oerfranzösische Geschichtschreiber Daniel legt die Erfindungder Geschütze noch weiter hinaus, und zwar bis vor dasJahr 1346- Er sagt im 3 ken Thcile seiner Geschichte vonFrankreich, in der Periode des Krieges Philipps VI. vonDalois mit Eduard III. von England, als Eduard überdie Somme zurückgegangen war, sich (i346) bei deinDorfe Crecy lagerte und Philipp sich ihm gegenüberstellte,S. 266.: „Oer König von England hatte Kanonen bei„sich. Es scheint aber nicht, daß die Franzosen bei dieser„Gelegenheit dergleichen mit sich geführt haben. Gewiß„aber ist es, daß sie in Frankreich auch schon im Gebrauch„waren. Man sieht solches aus einein Register der Rech-„nungskammcr von Paris, darin schon im Jahre rZZg„der Kciegszahlmcistec Bartholom äuS von Orach in