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einem Orte oder in einer Gegend herrscht, befallt,besonders beachten und nicht leichtsinnig in Vernach-lässigung desselben sein.
Man hat sich hei einer jeden verdächtigen Diarrhöezu Belle zu begeben, warm zu hallen, Gerstenwasser,Reifswasser, Haferschleim, Salep oder Sago-Abkochung,Gummiwässer, abwechselnd mit Thee von Camillenoder Fliederblumen, zu trinken und sich durchaus al-ler Speisen zu enthalten, bis die Diarrhöe nacldäfstund Appetit und Wohlbehagen zurück kehren. Dannkann man sich mit Wein und Fleischspeisen wiederstärken, doch auch nur mäfsig, indem jeder Diätfeh-ler Tocl bringen kann. Will die Diarrhöe auf dieseseinfache Verfahren nicht weichen, nimmt Fröstelnund Unbehagen zu, tritt Brechen ein, fangen dieWaden und Schenkelmuskeln an, sich zusammen zuziehen, zu schmerzen, dann lege man heifse Steineund mit lieifsem Wasser gefüllte, in Leinen gewickelteKrüge an die Beine, auf den Leib einen heifsenDeckel oder warme Tücher; man lasse sich Arme,Beine und Rücken mit wollenen Lappen reiben, legeSenfpflaster auf den Magen und an die Unterschen-kel (die , / L Stunde, oder bis sie zu schmerzen an-fangen, liegen bleiben) und befördere die Hautaus-dünstung durch Genufs warmen Thees, dem man ei-nige Löffel voll Minder er-Geist zusetzen kann; hütesich aber vor hitzigen Mitteln und Getränken; auchkann man alle Stunden 5—10 Tropfen Lauclanum li-cjuidum Sydenhamii neinneu mit Tliee.
Bei solcher Behandlung wird Diarrhöe und Uebel-befmden nachlassen und sich ein duftender Schweifsals Krisis einstellen.
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