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Bei Gelegenheiten zu Erkältungen, hei Rgisen,nächtlichem Aufenthalte im Freien, hei Anstrengun-gen, Arbeit, wie hei. Vergnügen, heim Bad, heimTanz u. s. w., ist daher eine gröfsere Vorsicht in Be-kleidung und Einhüllung nothwendig. Allen, die zuErkältungen des Unterleibes geneigt sind, ist das Tra-gen wollener Leibbinden, sogenannter Cholcrabinden,anzurathen.
Während der Dauer der Epidemie ist Gemüths-ruhe nicht genug zu empfehlen; da heftige Gemülhs-bewegungen, wie Zorn, Schreck, Kummer, besondersaber die niederdrückende und jede freie Aeufserungder Lebensthätigkeit hemmende Furcht, häufig Ursa-che der Cholera sind. Man kann zwar Niemanden,und sich seihst nicht, Furcht nehmen und Mutli ein-flöfsen; indessen kann jeder vernünftige Mann durchruhiges und näheres Betrachten dieser Krankheit,durch Besprechen mit seinem Arzte und durch be-sonnenes Einwirken auf die Richtung seines Gemii-thes es endlich dahin bringen, dafs er nicht mehrvor jenem Gespenste erschrickt. Heiterkeit, Frohsinn,Scherz, frohe Gesellschaft, Beschäftigung mit leich-ter Arbeit, mit schönen Künsten, erheiternde Lec-ture, Genufs der Natur, Besuch des Theaters sind niedringender zu empfehlen, als zu solchen Zeiten öf-fentlicher Calamität.
Der Besuch der Theater kann nur dann schädlichsein , wenn sie eng, überfüllt, nicht gehörig gelüftetsind; geräumige, hohe Theater, wie das hiesige, sindnie zu gedrängt. Auch wurde weder in Berlin, nochWien, noch London und Paris das Theater unter-brochen.
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