Druckschrift 
Beitrag zur Erkenntniss der Natur und Heilung der Cholera : nach eigenen Erfahrungen
Entstehung
Seite
43
Einzelbild herunterladen
 

43

der Schweifs, den sie hervorbrachten, war eher einNiederschlag heifser Dampfe auf einer kalten Fläche,als Sccretion der Haut, wefswegen er auch gleichwieder verschwand.

Entwickeln sich nach üherstandenem Cholera-An-fall, wie es nicht selten geschieht, neben den Con-gestionen zuin Kopf noch Unterleibs-Entzündungen,so mufs man diese sehr vorsichtig mit Blutigcln underweichenden Umschlägen und ganz milden innernMitteln behandeln.

Ich habe in dem Stadium der Reconvalescenz vonder Cholera die Schwäche immer um so gröfser be-merkt, je stärker der Anfall war und je heftiger derKranke durch innere Mittel gereizt wurde. Der Ap-petit erwacht erst spät; um so gröfser ist die Nei-gung zu Kaffee und .Wein, die man gegen das Endedes Stadiums der Reconvalescenz ohne Nachtheil er-lauben kann.

Als Nachkrankheiten der Cholera habe ich ein Malheifsen Brand der Wadenhaut, da, wo Senfteige gele-gen hatten, und ein den Pocken ähnliches Exanthem,ein anderes Mal eine partielle Roseola der Oberschen-kel, ein drittes Mal Friesel-Ausschlag beobachtet;spätere Erfahrungen werden zeigen, ob nicht häufigHerzkrankheiten,Verdauungsschwäche, Kopfbeschwer-den, Nervenleiden und Erschöpfung davon Zurück-bleiben; die Herzkrankheiten wegen der in der Cho-lera häufig auftretenden Zersetzung des Blutes in Se-rum, Faserstoff und Färbestoff; Bildungen, die sichgewifs nicht immer wieder auflösen. Bei Kindernnimmt jenes dem Typhus cerebralis ähnelnde Hirnfiebersehr oft einen tödlichen

v- *!

Ausgang unter Erscheinun-