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ebenfalls mit Vortheil gebraucht, und Ilr. M.-R. Dr.Casper liat die Amvendung derselben in Berlin ein-geführt, zugleich aber sie auf rationelle Indicationengestützt; als äufserc Mittel bat man ferner Salpeter-säure und Ammonium causticum als rothmachendeMittel auf den Magen applicirt; man hat saure undalkalische Wasserbäder gerühmt; man bat Arzneienauf allen Wegen dem Körper beigebracht, durch dasReclum, die Venen und die Haut, und selbst den Gal-vanismus nicht unversucht gelassen.
Eben so verhält es sich mit den innern Arzneien;man hat vom Sauerstoffgas bis zum Phosphor-Actherhinauf alle mineralischen, vegetabilischen und ani-malischen Heilmittel erschöpft und sie bald einfach,bald zusammengesetzt und wunderbar gemischt, baldempirisch, bald rationel gereicht, ohne dafs man auchnur von einem einzigen mehr sagen könnte, als dafs esin gewissen Fällen genutzt habe. Allerdings ist bei einerKrankheit, wie die Cholera, die in ihren schlimmemFormen der hercinbrecbende Tod selbst ist, das aufGründe sich stützende Experiment erlaubt, sobald esmit Berücksichtigung dessen geschieht, was die bis-herige Erfahrung gelehrt bat.
Die Idee, dafs Sauerstoff dem Blute fehle, hat zudem an verschiedenen Orten wiederholten Experi-mente, Sauerstoffgas atlimen zu lassen, Veranlassunggegeben; in ähnlicher Absicht hat man das eben oxy-dirte Wasser gereicht, und in Berlin wurde in derHeilanstalt Nr. I in ähnlicher Absicht eine Zeit langdie tinctura ferri acetico-aetherea (!?) gegeben. Ichhabe einen Arzt, der die sinnreiche Idee hatte, dafsdie Cholera entstehe, weil dem Blut Galle fehle, den