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sehr oft mehrere Tage, und nur selten wenige Stun-den. In einzelnen Fällen, die sich aber mehr demSchlagflusse nähern, treten die heftigsten Symptomedes zweiten Stadiums gleich auf und führen denTod in kurzer Zeit herhei, wie hei Vergiftung mitKohlendampf, Blausäure, Arsenik, Schlangenbifs etc.;doch solche Fälle bilden immer nur eine Ausnahmevon der Regel.
Fast in allen Fällen lassen sich grobe Diätfehler,heftige Gemiithsbewegungen, Erkältungen als veran-lassende Momente nacliweisen, und hieraus geht dietröstliche Gewifsheit hervor, dafs man die Choleravermeiden könne, wenn man sich in Acht zu nehmenversteht, und ich bin der Ansicht des Dr. Leo inWarschau, der dafür hält, dafs die Cholera in einemgut geordneten Staate vermieden werden könne.
Man hat behauptet, dafs die ärztliche Kunst nichtsgegen Cholera vermöge; die Erfahrung widersprichtdieser Behauptung. Aus dem Stadio apoplectico derCholera wird ohne Hülfe der Kunst selten mehr als!, / s lebend hervorgehen; bei Pflege im Lazareth undärztlicher Behandlung kommt gewöhnlich '/ 3 durch;hat man Gelegenheit, allen Fleifs anzuwenden, undbesonders, wenn man zeitig gerufen wird, so bringtman auch seihst von den von der echtesten Cholera| Befallenen mehr als '/ s durch. Es ist mir in Pr. Star-I !;‘ gardt gelungen, von 98 Cholera-Kranken, die ich in-* nerhalb 20 Tage behandelte, — worunter 4 leichteFälle durch eben so viele, die schon halb todt insj Lazareth kamen oder ohne alle ärztliche Hülfe star-
i ; ben, aufgewogen werden —46 wieder herzustelleni während 52 starben.
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