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Beitrag zur Erkenntniss der Natur und Heilung der Cholera : nach eigenen Erfahrungen
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In keiner Krankheit ist die Prognose täuschender,als in der Cholera; oft kommen die verzweifeltstenFälle durch, während leichtere schnell in Tod über-gehen. Säufer und Solche, hei denen das Blut übelgemischt ist, unterliegen fast beständig. Von Kindernunter 10 Jahren und Greisen über 60 Jahren sterbendie meisten.

Läfst der Krampf nach, kehrt Wärme und Puls,kehren die unterdrückten Secretionen, kehrt mäfsi-ger, duftender Schweifs und Harnabsonderung zu-rück, so ist die Cholera aus ihrem zweiten und ge-fährlichsten Stadium herausgetreten, und man kannden Kranken als von Cholera gerettet anselien. Be-sonders gilt dies von der Urin-Secretion. Fortdau-erndes Würgen und Erbrechen ist nicht so schlimm,als fortdauernder Durchfall; am schlimmsten ist aber,wenn alle Profluvien aufhören und der Krampf an-hält; diese Form ist meist tödlich.

Schluchzen, Singultus, tritt häufig beim Uebergangder Cholera in Typhus auf; es wird dieses Symptomvon Vielen für günstig gehalten; ich habe indessendas Gegenthcil beobachtet, indem ich die meistenCholera-Kranken, die Schluchzen bekamen, an jenemtvphunähnlichen Fieber sterben sah; nur ein Kindvon 14 Jahren kam trotz demselben, doch nur nachhartem Kampfe, durch.

Indem man die Cholera in ihrem ganzen Dasein,in ihren drei Stadien zusammenfafst, erscheintsie als eine durch Nerven-Affection erzeugte Con-gestion von der Peripherie zum Centrum mit darauffolgender Secretion des Serums in die Darmhöhle,