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Als cler denkwürdige Sommer 1831 die Clioleraallmählich über die Hauptstädte Rufslands, Polens,Preufsens, Ungarns, Oestreiclis verbreitete; als mandurch nähere und genauere Untersuchungen sich da-von überzeugte, dafs die Fortpflanzung der Krankheitnach andern Gesetzen erfolge ; als man inne ward,dafs Absperrungen und Militär-Cordons nicht aus-reichten, die Krankheit abzuhalten, da sprach manlaut aus, dafs die Cholera nicht contagiös sei.
Die Cholera gehört wahrscheinlich jenem drittenEntstehungs- und Verbreitungs-Momente der Seuchenan: der Umstimmung der Verhältnisse der Erde.
Welcher Natur aber ist diese Umstimmung? Ver-ursachen Gasaushauchungen aus der Erde, oder Ver-änderungen in der elektrischen magnetischen Span-nung solche Umwälzungen in den Erscheinungen desLebens und Sterbens? Fanden im Innern der ErdeVerschiebungen, Zersetzungen, Verbindungen, Ent-mischungen Statt? Oder führten Einwirkungen derGestirne eine veränderte Stimmung der Atmosphäreherbei?
Wer möchte solche Fragen auch nur mit einigerBestimmtheit beantworten ?
Schon Sydenbam zürnte über den loquax turbaj)lulosopliorum,'\Ye[c\ie. die Ursache der Pest zu ergrün-den strebten; ich will nur in Kürze meine Ansichtdarüber aussprechen.
Die Erde trägt als Product der höchsten Entwicke-lung den Menschen; sie übt einen mächtigen Einllufsauf die Formen des Lebens, auf Gesundheit undKrankheit aus. Die Erde ist fortwährend Verände-rungen unterworfen; zu gewissen Perioden treten die-