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Beitrag zur Erkenntniss der Natur und Heilung der Cholera : nach eigenen Erfahrungen
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Seuche entfernt waren, je weniger wir die Einzeln-heilen kannten und je melir die Berichte von solchenAerzten verfafst waren, welche die Epidemie nur ausder Ferne beobachteten.

So wenig man sich auch in Europa um die fremdeKrankheit, von der nur scharfsichtige Kenner dasmögliche Herannahen alineten, bekümmerte, so ent-standen doch mit ihrem eigensinnigen Vorwärtsschrei-ten nach Nord und West die grofsen Fragen fürStaats-Gesundheits-Polizei: Nach welchen Gesetzen

verbreitet sich die Cholera? Ist sie contagiös? unbe-dingt contagiös? Läfst sie sich durch Sperren undCordons abhalten? oder ist sie miasmatisch und un-absperrbar? Findet die Ansteckung durch Berührungoder durch Ausstrahlung oder durch Luftansteckungoder durch geistige Einwirkung (instinctmäfsige Nach-ahmung) oder durch alle Statt? In welchem Stadiumder Krankheit geschieht die Ansteckung? in dem derVorboten, der Höhe oder der Reconvalcscenz ? WelcheOrgane nehmen den Ansteckungsstoff auf? Haftet dasContagium an gesunden Menschen, Tlrieren, Effectenund Waaren? Welche sind diese? Welche Mittel gibtes, die Ansteckung, die Einschleppung zu verhüten?welche Mittel, den Ansteckungsstoff unschädlich zumachen ?

Ehe die Wissenschaft diese Vorfragen gründlichbeantworten konnte, mufste praktisch angeordnetwerden. Auf den gutachtlichen Bericht der bedeu-tendsten Aerzte erklärten sich Rufsland, Preufsenund Oestreich für die Verbreitung durch Contagionund ordneten die medicinal-polizeiliehen Vorkehrun-gen mit aller Strenge an.