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einer alten W'ärterinn beständig eingeschlossen ineiner Stube; Frau und Rinder litten an hartnäckigerDiarrhöe ; die alte W'ärterinn aber erkrankte plötz-lich eines Morgens an Cholera und starb inner-halb 4 Stunden. Denselben Morgen erkrankte derSchweinehirt, ein Knabe, der mit Niemanden, auchnicht mit der Wärterinn, in Berührung gekommenwar, und starb innerhalb 6 Stunden an Cholera; derHirt hatte aber eine unendliche Menge Bromheerengegessen. Weiter erkrankte Niemand in dem Hause;auch im Dorfe blieb, so viel ich weifs, Alles gesund.Die Hausfrau aher, nachdem sie vergebens alle vonihrem Arzte verordneten styptischen Mittel ange-wandt hatte, verlor ihren Durchfall, der in Choleraüberzugehen drohte, erst nach einem reichlichenAderlafs, den ich ihr selbst instituirte, und nachschleimigen Mitteln, die ich ihr anstatt der Stypticaund des Opiums verordnete. Den Kindern verordneteich Bäder, schleimiges Getränk und ableitende Mittelauf die Haut, worauf sie ebenfalls bald gesundeten.Ohne Frage war dieser Durchfall Diarrhoea cliolerica.
Wenn jenerFall inPalscliau für Ansteckung sprechenkönnte, so inufs man diesen Fall in Grofs-Lichtenauals einen von den seltenen Fällen hervorheben, wojede Ansteckung und Einschleppung erweislich ge-mangelt hatte.
Die Schrecken der Cholera würden im Marienbur-ger Landkreise noch gröfser gewesen sein, wenn nichtdurch die Kreis-Sanitäts-Commission in Marienburg,den Hrn. Landrath Hüllmann, den Hrn. IntendantenKrüger und Hrn. Medicinalrath Lösch die besten Ein-